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Dynamos Missverständnisse

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Oliver Pagé, 1991:

Der Sohn einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Vaters galt als Riesentalent. 450.000 Mark überwies Dynamo vor der ersten Bundesliga-Saison 1991/92 an Bayer Leverkusen. Doch gespielt hat er nur dreimal. Trotzdem musste der Verein sogar noch blechen, als der Verteidiger nach einem Jahr wieder ging. Das Gericht verdonnerte Dynamo dazu, ein versprochenes Handgeld nachzuzahlen: rund 40.000 Mark netto. Pagé, der nach eigener Aussage während seiner Zeit in Dresden mehrmals rassistischen Anfeindungen ausgesetzt gewesen ist, wechselte zum Regionalligisten Rot-Weiss Essen und schaffte dort 1993 den Aufstieg in die 2. Liga – danach erklärte er seine Karriere im Profi-Fußball im Alter von nur 22 Jahren für beendet und wurde Seelsorger. Gleichzeitig war er als Trainer bei kleineren Vereinen oder im Nachwuchs tätig, im August 2017 übernahm er die Leitung des Kinderperspektivteams beim Regionalligisten TSV Steinbach in Baden-Württemberg.

© dpa

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