Chemnitz
Freitag, 17. Dezember 2004
(Chemnitzer Morgenpost)
(Chemnitzer Morgenpost)
Hinrichtung war Mord mit Ansage - Täter starb in Klinik
LEIPZIG - Die Hinrichtung einer jungen Frau in Leipzig-Grünau war ein Mord mit Ansage. Nach Angaben von Zeugen wurde Mariann M.-H. (19) seit Monaten von ihrem Ehemann massiv bedroht. Nur Stunden vor der Tat hatte sie die Polizei zu Hilfe gerufen. Samir M.-H. (22), der sich nach dem Mord im Plattenbau in den Kopf schoss, starb gestern im Krankenhaus.
In der Nacht hatten die Ärzte im Leipziger Uniklinikum den Kampf um das Leben von Samir M.-H. verloren. Der Mann erlag auf der Intensivstation seinen schweren Kopfverletzungen. Damit wird das Verbrechen, das sich am Mittwoch in einem Leipziger Plattenbau ereignete (Morgenpost berichtete), wohl nie richtig aufgeklärt werden können.
Rechtsmediziner obduzierten gestern die Leiche von Mariann M.-H. Die Experten stellten fest, dass der Iraker seiner Ehefrau aus nächster Nähe zweimal in den Kopf und einmal in die Brust schoss. Eine Hinrichtung ohne Überlebens-Chance! Die junge Frau, die sich bereits im Sommer von ihrem Ehemann getrennt hatte und vor dem gewalttätigen Gatten ins Frauenhaus floh, musste geahnt haben, dass sie in akuter Lebensgefahr schwebt.
Schon Wochen zuvor hatte sie Morddrohungen erhalten. Als Samir M.-H. in der Nacht vor der Bluttat vor ihrem Haus auftauchte und sie unbedingt sprechen wollte, rief Mariann die Polizei zu Hilfe. „Sie fühlte sich von ihrem Mann bedroht. Doch als die Beamten vor Ort eintrafen, war er nicht mehr da“, so ein Ermittler. Die Streifenpolizisten zogen wieder ab. Auslöser der Gewalttat war offenbar ein Schreiben von Marianns Anwalt, dass Samir M.-H. kürzlich zugestellt wurde. Oberstaatsanwalt Lutz Lehmann: „In der Wohnung des Mannes lagen die Scheidungspapiere.“ (-bi.-)
Rechtsmediziner obduzierten gestern die Leiche von Mariann M.-H. Die Experten stellten fest, dass der Iraker seiner Ehefrau aus nächster Nähe zweimal in den Kopf und einmal in die Brust schoss. Eine Hinrichtung ohne Überlebens-Chance! Die junge Frau, die sich bereits im Sommer von ihrem Ehemann getrennt hatte und vor dem gewalttätigen Gatten ins Frauenhaus floh, musste geahnt haben, dass sie in akuter Lebensgefahr schwebt.
Schon Wochen zuvor hatte sie Morddrohungen erhalten. Als Samir M.-H. in der Nacht vor der Bluttat vor ihrem Haus auftauchte und sie unbedingt sprechen wollte, rief Mariann die Polizei zu Hilfe. „Sie fühlte sich von ihrem Mann bedroht. Doch als die Beamten vor Ort eintrafen, war er nicht mehr da“, so ein Ermittler. Die Streifenpolizisten zogen wieder ab. Auslöser der Gewalttat war offenbar ein Schreiben von Marianns Anwalt, dass Samir M.-H. kürzlich zugestellt wurde. Oberstaatsanwalt Lutz Lehmann: „In der Wohnung des Mannes lagen die Scheidungspapiere.“ (-bi.-)






