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Tagesthema
Montag, 2. Juni 2003

Erst einmal Ruhe nach dem Sturm

Großaufgebot der Polizei verjagt Demonstranten

dpa

Brennende Barrikaden auf einer Brücke in Genf: Die Proteste gegen den G-8-Gipfel in Evian nehmen an Schärfe zu.

Genf - Nach den Krawallen im Zusammenhang mit dem G 8-Gipfel im französischen Evian hat sich am Montagmorgen die Lage in Genf wieder beruhigt. Wie die Schweizer Nachrichtenagentur sda berichtete, war die Polizei gegen Randalierer und Plünderer mit Tränengas vorgegangen. Die sichtbar erhöhte Polizeipräsenz in der ganzen Stadt - darunter auch Beamte aus Deutschland - habe die Lage offenkundig beruhigt, hieß es. In der Innenstadt von Genf seien auch in den frühen Morgenstunden noch mehrere tausend Menschen unterwegs gewesen.

Bei neuen Ausschreitungen seien in einem Geschäftsviertel Schaufenster eingeschlagen worden. Ein Schuhgeschäft sei geplündert worden. Mindestens drei Bushaltestellen seien demoliert worden.

Nach den gewalttätigen Demonstrationen in Genf in der Nacht zuvor war am Sonntagabend ein starkes Polizeiaufgebot in das Zentrum der Alternativen in Genf eingedrungen. Mehrere Verdächtige seien festgenommen worden. Die Polizei hatte vermutet, dass sich in diesem Zentrum Drahtzieher der Aktionen im Zusammenhang mit dem Demonstrationen gegen den G 8-Gipfel in Evian versteckt hielten. An der Aktion waren auch deutsche Polizisten beteiligt.


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