Sachsen
Samstag, 4. Juli 2009
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Mitgefühl für Opfer des Dresdner Landgericht-Attentats
Von Doreen Hübler
Nach dem Messerangriff im Dresdner Landgericht, bei dem am Mittwoch eine Ägypterin tödlich verletzt wurde, sind am Freitag die Angehörigen der Familie nach Dresden gereist.
Das Dresdner Landgericht: Bei einer Verhandlung in einem Beleidigungsprozess hatte hier ein Russland-Deutscher die Frau, die als Zeugin geladen war, mit 18 Messerstichen getötet. Foto: dpa
In sz-online
Entsetzen über die Nachrichten aus Deutschland
Nach der Bluttat im Gericht solidarisieren sich Ägypter in Dresden mit den Opfern. Auch im Ausland sorgt der Vorfall für Schlagzeilen.
(registrierungspflichtiger Artikel)
Nach der Bluttat im Gericht solidarisieren sich Ägypter in Dresden mit den Opfern. Auch im Ausland sorgt der Vorfall für Schlagzeilen.
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Verwandte kümmern sich um Dresdner Opfer von Messerattacke
Die Angehörigen der Familien kommen aus Ägypten und kümmert sich vor allem um den dreijährigen Sohn.
Die Angehörigen der Familien kommen aus Ägypten und kümmert sich vor allem um den dreijährigen Sohn.
18 Messerstiche in 32 Sekunden
Nach der Bluttat im Landgericht Dresden ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Mordes gegen den Täter.
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Reaktionen
Debatte um Sicherheit in Gerichten entbrannt
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Reportage
Streit um eine Schaukel endet tödlich
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Kommentar
Absolute Sicherheit wird es nicht geben
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Hintergrund
Bluttaten in Gerichtssälen und Amtszimmern
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Fotogalerien
Sie wollen vor Ort helfen und trösten. Bei einer Verhandlung in einem Beleidigungsprozess hatte ein Russland-Deutscher die Frau, die als Zeugin geladen war, mit 18 Messerstichen getötet. Bei der Tat wurde auch der Ehemann der 31-Jährigen verletzt. Der Mann wird weiter im Uniklinikum behandelt. Sein Zustand sei noch immer kritisch, sagte Oberstaatsanwalt Christian Avenarius.
Die Schwester des Ehemanns kam am Nachmittag als Erste in Dresden an und fuhr unverzüglich ins Krankenhaus, um ihren Bruder zu besuchen. Begleitet wurde sie von vielen Freunden und Bekannten der Familie, unter anderem von Hamid el-Seyid, der ebenfalls aus Ägypten stammt und seit zwei Jahren in Dresden arbeitet. „Wir sind geschockt von der Tat. Die Verwandten können es nicht fassen“, sagt er. „Es leben nicht viele Ägypter in Dresden. Die meisten kennen sich und bei so einem Unglück hilft man sich natürlich.“
Hilfe kam auch von der ägyptischen Botschaft. „Wir sind in engem Kontakt mit der Familie“, sagte Botschafter Ramsi Ess Eldin Ramsi. Er habe drei Mitarbeiter von Berlin nach Dresden entsandt. Priorität habe, dass die Verwandten den dreijährigen Sohn des Paares mit zurück nach Ägypten nehmen.
Schnelle Bestattung des Opfers
Der Junge sei nach der Tat erst einmal zu einer Pflegefamilie gekommen. „Nun soll er, bis sein Vater gesund ist, bei der Tante leben“, sagte Ramsi. Gestern Abend holte die Schwester des Ehemanns das Kind vom Jugendamt ab. „Er hat geweint, er hat doch alles mitbekommen“, sagte Botschaftsmitarbeiter Elsaye Tag Eldin, der die Familie begleitete. Die Rückkehr der Angehörigen nach Ägypten sei heute oder morgen geplant – auch, um die Leiche des Opfers so früh wie möglich zu bestatten. „Nach islamischer Tradition wird ein Toter sofort beerdigt, eigentlich noch vor Sonnenuntergang des Tages, an dem er starb“, sagte Botschafter Ramsi.
Die Schwester des Ehemanns kam am Nachmittag als Erste in Dresden an und fuhr unverzüglich ins Krankenhaus, um ihren Bruder zu besuchen. Begleitet wurde sie von vielen Freunden und Bekannten der Familie, unter anderem von Hamid el-Seyid, der ebenfalls aus Ägypten stammt und seit zwei Jahren in Dresden arbeitet. „Wir sind geschockt von der Tat. Die Verwandten können es nicht fassen“, sagt er. „Es leben nicht viele Ägypter in Dresden. Die meisten kennen sich und bei so einem Unglück hilft man sich natürlich.“
Hilfe kam auch von der ägyptischen Botschaft. „Wir sind in engem Kontakt mit der Familie“, sagte Botschafter Ramsi Ess Eldin Ramsi. Er habe drei Mitarbeiter von Berlin nach Dresden entsandt. Priorität habe, dass die Verwandten den dreijährigen Sohn des Paares mit zurück nach Ägypten nehmen.
Schnelle Bestattung des Opfers
Der Junge sei nach der Tat erst einmal zu einer Pflegefamilie gekommen. „Nun soll er, bis sein Vater gesund ist, bei der Tante leben“, sagte Ramsi. Gestern Abend holte die Schwester des Ehemanns das Kind vom Jugendamt ab. „Er hat geweint, er hat doch alles mitbekommen“, sagte Botschaftsmitarbeiter Elsaye Tag Eldin, der die Familie begleitete. Die Rückkehr der Angehörigen nach Ägypten sei heute oder morgen geplant – auch, um die Leiche des Opfers so früh wie möglich zu bestatten. „Nach islamischer Tradition wird ein Toter sofort beerdigt, eigentlich noch vor Sonnenuntergang des Tages, an dem er starb“, sagte Botschafter Ramsi.
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