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Chemnitz
Donnerstag, 28. August 2008
(Chemnitzer Morgenpost)

Sachsen und Brandenburg machen Front gegen Nazis


COTTBUS/DRESDEN - Rechtsradikale aus Sachsen und Brandenburg arbeiten intensiv zusammen. So erwarten Verfassungsschützer, dass die Brandenburger NPD im Kommunalwahlkampf Hilfe aus Sachsen bekommen wird. Beide Bundesländer wollen daher nun stärker kooperieren.

Gemeinsam gegen Nazis: Sachsen und Brandenburg wollen bei der Bekämpfung des Extremismus stärker zusammenarbeiten, nachdem sich die Kooperation der Rechtsextremisten verstärkt hat. Das kündigten die Innenminister beider Länder, Albrecht Buttolo und Jörg Schönbohm (beide CDU), an. Das erste gemeinsame Lagebild beider Verfassungsschutzbehörden ergab, dass sich Lausitzer Nazis aus Sachsen im Nachbarland um „Aufbauhilfe“ bemühen. Personell könne die brandenburgische NPD (250 Mitglieder) mit der etwa 850 Mitglieder zählenden NPD in Sachsen nicht mithalten. Deshalb erwarten die Verfassungsschützer, dass sich sächsische NPD-Mitglieder am brandenburgischen Kommunalwahlkampf beteiligen werden. Auch die Landtagsfraktionen der NPD in Dresden und die der DVU in Potsdam unterhalten laut Verfassungsschützern Kontakte.

Mit Sorge bewerteten die Länder die engen Kontakte in der rechtsextremistischen Kameradschaftsszene. Nach außen trete diese Szene als „Lausitzer Aktionsbündnis“ oder „Lausitzer Widerstandsbewegung“ in Erscheinung. „Die Vernetzung zeigt sich zum Beispiel bei gemeinsamen Konzerten und dem Vertrieb von rechtsextremer Musik“, so Sachsens Verfassungsschutz-Chef Reinhard Boos.
mor


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