Sachsen
Donnerstag, 31. Juli 2008
Neonazis in Sachsen angeklagt - Verhandlung in Dresden geht weiter
Dresden/Hainichen - Zehn mutmaßliche Mitglieder der verbotenen sächsischen Neonazi-Gruppe „Sturm 34“ müssen sich am Amtsgericht Hainichen wegen der Beteiligung an einem Überfall verantworten. Sie sollen im Juni 2006 auf einem Dorffest in Breitenborn bei Mittweida an einem Übergriff beteiligt gewesen sein, sagte der Dresdner Oberstaatsanwalt Jürgen Schär am Donnerstag. Die Beschuldigten würden nicht zum Kern von „Sturm 34“ gezählt. Der erste Verhandlungstermin soll der 1. Oktober sein. Die Gruppe stammt aus Mittweida nördlich von Chemnitz. Seit April 2007 ist sie verboten.
Die Staatsschutzkammer am Landgericht Dresden setzt am Montag den Prozess gegen fünf „Sturm 34“-Mitglieder fort. Insgesamt sind 16 Anklagen erhoben worden. Es gehe um die Bildung einer kriminellen Vereinigung und um Gewalttaten, sagte Schär. Er rechne damit, dass die Staatsanwaltschaft im Lauf der kommenden Woche plädieren werde.
Ein 40 Jahre alter Angeklagter hatte während der Verhandlung ausgesagt, als Informant des Staatsschutzes gearbeitet zu haben. Die Behörde hatte das bestätigt, aber auch eingeschränkt, dass der Mann keine Aufträge erhalten habe oder die rechtsextreme Szene beeinflussen sollte. Der Informant will bereits Monate vor Gründung der rechtsextremen Gruppe mit dem Staatsschutz kooperiert haben. (dpa)
Die Staatsschutzkammer am Landgericht Dresden setzt am Montag den Prozess gegen fünf „Sturm 34“-Mitglieder fort. Insgesamt sind 16 Anklagen erhoben worden. Es gehe um die Bildung einer kriminellen Vereinigung und um Gewalttaten, sagte Schär. Er rechne damit, dass die Staatsanwaltschaft im Lauf der kommenden Woche plädieren werde.
Ein 40 Jahre alter Angeklagter hatte während der Verhandlung ausgesagt, als Informant des Staatsschutzes gearbeitet zu haben. Die Behörde hatte das bestätigt, aber auch eingeschränkt, dass der Mann keine Aufträge erhalten habe oder die rechtsextreme Szene beeinflussen sollte. Der Informant will bereits Monate vor Gründung der rechtsextremen Gruppe mit dem Staatsschutz kooperiert haben. (dpa)
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