Tagesthema
Freitag, 18. Januar 2008
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Embryo aus Hautzelle geklont
Von Stephan Schön
Wissenschaftler erzielen in den USA einen Durchbruch in der Klon-Forschung.
In sz-online
Wissenschaftlicher Durchbruch, doch ethische Probleme bleiben
Stephan Schön über geklonte Embryos aus Hautzellen und die Risiken und Chancen
Stephan Schön über geklonte Embryos aus Hautzellen und die Risiken und Chancen
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LaJolla/Durham. Erstmals wurden menschliche Embryonen aus normalen Zellen geklont. Das Erbgut stammt aus den Hautzellen erwachsener Menschen, berichten amerikanische Zellforscher in der Fachzeitschrift „Stem Cells“.
Aus den gespendeten Eizellen der 20- bis 24-jährigen Frauen wurden die Kerne entfernt. Das Erbgut für die künftigen Embryos entnahmen die Forscher den Hautzellen eines anderen erwachsenen Menschen. In fünf von 29 Fällen entwickelten sich dann im Reagenzglas Embryos im frühesten Stadium.
Andrew Frenchs Forschergruppe von der Stemagen Corporation in LaJolla (Kalifornien) hat damit geschafft, was südkoreanische Forscher mit gefälschten Ergebnissen bereits 2004 für erreicht erklärt hatten: menschliche Embryos aus erwachsenen Zellen zu klonen. „Das ist eine solide durchgeführte Arbeit“, urteilt der Präsident der deutschen Gesellschaft für Stammzellforschung, Jürgen Hescheler, über die amerikanischen Zellbiologen. Der deutsche Stammzellforscher Miodrag Stojkovic bezeichnete es als wissenschaftlichen Durchbruch, weil gezeigt werde, dass diese Methode funktioniere.
Die kalifornischen Forscher nutzten für das Klonen ein Verfahren, mit dem auch das Schaf Dolly vor zwölf Jahren geklont wurde. Jetzt war es allerdings nie das Ziel gewesen, Menschen zu schaffen. Es geht den Forschern um embryonale Stammzellen. Aus ihnen lassen sich, so die Hoffnung, künftig alle Organe für jeden Menschen nachbauen. Damit könnten Krankheiten wie Alzheimer oder Querschnittslähmung geheilt werden.
Kritiker indes halten die Nutzung embryonaler Stammzellen für ethisch nicht vertretbar, da menschliches Leben im Labor geschaffen und zerstört werde.
Aus den gespendeten Eizellen der 20- bis 24-jährigen Frauen wurden die Kerne entfernt. Das Erbgut für die künftigen Embryos entnahmen die Forscher den Hautzellen eines anderen erwachsenen Menschen. In fünf von 29 Fällen entwickelten sich dann im Reagenzglas Embryos im frühesten Stadium.
Andrew Frenchs Forschergruppe von der Stemagen Corporation in LaJolla (Kalifornien) hat damit geschafft, was südkoreanische Forscher mit gefälschten Ergebnissen bereits 2004 für erreicht erklärt hatten: menschliche Embryos aus erwachsenen Zellen zu klonen. „Das ist eine solide durchgeführte Arbeit“, urteilt der Präsident der deutschen Gesellschaft für Stammzellforschung, Jürgen Hescheler, über die amerikanischen Zellbiologen. Der deutsche Stammzellforscher Miodrag Stojkovic bezeichnete es als wissenschaftlichen Durchbruch, weil gezeigt werde, dass diese Methode funktioniere.
Die kalifornischen Forscher nutzten für das Klonen ein Verfahren, mit dem auch das Schaf Dolly vor zwölf Jahren geklont wurde. Jetzt war es allerdings nie das Ziel gewesen, Menschen zu schaffen. Es geht den Forschern um embryonale Stammzellen. Aus ihnen lassen sich, so die Hoffnung, künftig alle Organe für jeden Menschen nachbauen. Damit könnten Krankheiten wie Alzheimer oder Querschnittslähmung geheilt werden.
Kritiker indes halten die Nutzung embryonaler Stammzellen für ethisch nicht vertretbar, da menschliches Leben im Labor geschaffen und zerstört werde.
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