Tagesthema
Montag, 8. Oktober 2007
Festnahmen bei Neonazi-Ausschreitungen in Serbien
Belgrad - Nach einem Angriff von Neonazis auf eine Kundgebung gegen Faschismus im nordserbischen Novi Sad sind am Sonntag 59 Menschen festgenommen worden. Nach Polizeiangaben vom Montag gab es mehrere Leichtverletzte.
Die meisten Festgenommenen waren Randalierer aus der rechten Szene, darunter auch elf Slowaken. Sie alle sollen einem Untersuchungsrichter vorgeführt werden. Auch drei Antifaschisten wurden vorläufig festgenommen. Die Neonazis hatten sich auf einem Armeegelände versammelt und die Demonstranten mit Steinen beworfen. An der Kundgebung hatten mehr als 5000 Menschen teilgenommen.
Zwei kleine Oppositionsparteien, die liberale LDP und die sozial- demokratische LSV, die die Kundgebung mitorganisiert hatten, verlangten am Montag im serbischen Parlament die Ablösung des Polizeiministers. Die Polizei habe zu spät eingegriffen, lautete ihr Vorwurf. Ein Abgeordneter der regierenden nationaldemokratischen Koalition verlangte dagegen ein Verbot der LDP und LSV, die er als „undemokratisch“ bezeichnete. (dpa)
Die meisten Festgenommenen waren Randalierer aus der rechten Szene, darunter auch elf Slowaken. Sie alle sollen einem Untersuchungsrichter vorgeführt werden. Auch drei Antifaschisten wurden vorläufig festgenommen. Die Neonazis hatten sich auf einem Armeegelände versammelt und die Demonstranten mit Steinen beworfen. An der Kundgebung hatten mehr als 5000 Menschen teilgenommen.
Zwei kleine Oppositionsparteien, die liberale LDP und die sozial- demokratische LSV, die die Kundgebung mitorganisiert hatten, verlangten am Montag im serbischen Parlament die Ablösung des Polizeiministers. Die Polizei habe zu spät eingegriffen, lautete ihr Vorwurf. Ein Abgeordneter der regierenden nationaldemokratischen Koalition verlangte dagegen ein Verbot der LDP und LSV, die er als „undemokratisch“ bezeichnete. (dpa)







