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Freitag, 22.04.2016

Tillich reist als Bundesratspräsident nach Südkorea und Singapur

Bei Deutschland und Südkorea ist das Interesse am jeweils anderen auf beiden Seiten groß. Die Deutschen haben schon erreicht, worauf die Koreaner noch immer hoffen: auf die Einheit ihres Landes.

Der Ministerpräsident von Sachsen, Stanislaw Tillich (CDU), ist als Bundestagspräsident auf Reisen gen Asien gegangen.
Der Ministerpräsident von Sachsen, Stanislaw Tillich (CDU), ist als Bundestagspräsident auf Reisen gen Asien gegangen.

© dpa

Dresden. Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) will in seiner Eigenschaft als Bundesratspräsident in den kommenden Tagen in Südkorea und Singapur den Ausbau der Beziehungen zu beiden asiatischen Ländern voranbringen. Bis 1. Mai stehen zahlreiche Termine mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auf dem Programm. Am Freitag flog Tillich mit einer Wirtschaftsdelegation zunächst nach Seoul. Am kommenden Montag trifft er dort die südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye, die im März 2014 in Dresden eine vielbeachtete Rede über das Verhältnis zum Nachbarstaat Nordkorea gehalten hatte.

Um das Thema Wiedervereinigung geht es auch bei einer Rede Tillichs am kommenden Dienstag an der Seoul National University. Er will dann über 25 Jahre Einheit in Deutschland reden. Südkorea interessiere sich für unsere Erfahrungen aus dem Prozess der deutschen Wiedervereinigung, sagte Tillich. Bereits am ersten Tag der Reise besichtigt er die demilitarisierte Zone an der innerkoreanischen Grenze. Bei einem Besuch des Nationalmuseums in Seoul soll eine Absichtserklärung zwischen dem National Museum of Korea und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden über eine Kooperation beider Sammlungen unterzeichnet werden.

Auf dem Programm stehen auch Besuche von Forschungseinrichtungen, Universitäten sowie weltweit tätiger Konzerne wie LG und Samsung. Zugleich möchte Tillich für Sachsen als europäischen Technologiestandort und Tourismusziel werben. „Südkorea und Singapur sind bedeutende und schnell wachsende Wirtschaftsmärkte. Wir können aber nicht nur von einem wirtschaftlichen Austausch profitieren. Der gegenseitige Erfahrungsaustausch bereichert uns - das gilt auch für Kooperationen und die Zusammenarbeit in Forschung, Politik und Kultur“, betonte Tillich. Abschließend trifft er in Seoul mit dem Präsidenten der Nationalversammlung, Chung Ui-hwa, zusammen.

Am Donnerstag geht es nach Singapur weiter, wo Tillich unter anderem von Premierminister Lee Hsien Loong empfangen wird. Bei einem Workshop will der sächsische Ministerpräsident auch die heimatliche Halbleiterbranche im Silicon Saxony vorstellen. (dpa)