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Mittwoch, 06.09.2017

Streik beim MDR ist beendet

Den Ausstand beim Mitteldeutschen Rundfunk haben am Mittwoch auch die Radiohörer zu spüren bekommen. Jetzt gibt es allerdings eine Einigung - und wieder das gewohnte Programm.

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Nach drei Tagen Warnstreik haben sich Gewerkschaften und die Führung des Mitteldeutschen Rundfunks geeinigt.
Nach drei Tagen Warnstreik haben sich Gewerkschaften und die Führung des Mitteldeutschen Rundfunks geeinigt.

© dpa

Dresden. Nach drei Tagen Warnstreik soll beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) wieder Normalität einkehren. Wie die Rundfunkanstalt am Mittwochmittag mitteilte, haben sich MDR und Gewerkschaften auf Eckpunkte geeinigt, „die nun konkretisiert werden“. Weitere Details nannte das öffentlich-rechtliche Unternehmen zunächst nicht.

Das Streikende hat auch zur Folge, dass das Programm wieder wie geplant läuft. Am Morgen hatte es wie in den vergangenen Tagen Ausfälle gegeben. So hatte das in Halle produzierte Nachrichtenradio „MDR aktuell“ um 8 Uhr den Betrieb für mehrere Stunden eingestellt. Gesendet wurde auf der Frequenz das Angebot „B5 aktuell“ des Bayerischen Rundfunks. Um 12.30 Uhr twitterte der Nachrichtensender: „Wir sind im Radio und im Livestream zurück auf Sendung.“

Am Mittwochmorgen hatten sich Vertreter der Gewerkschaften und der Geschäftsführung des MDR zu einem Gespräch zusammengesetzt. Es solle „der Versuch zur Lösung des Tarifkonflikts unternommen werden“, hieß es in einer Meldung des DJV.

Ein am Montag bei den Tarifverhandlungen unterbreitetes Angebot der Rundfunkanstalt war von den Beschäftigten abgelehnt worden. Ein neuer Verhandlungstermin soll vom MDR laut DJV am 28. September in Aussicht gestellt worden sein.

Die Gewerkschaften fordern für feste und freie Mitarbeiter des MDR 5,5 Prozent mehr Gehalt sowie den in anderen ARD-Anstalten üblichen Familienzuschlag. Bereits am Montag kam es wegen zunächst 250 streikender Mitarbeiter im Fernsehprogramm zu Ausfällen. Im Nachmittagsprogramm lief eine Aufzeichnung. Am Dienstag beteiligten sich schon über 400 Beschäftigte am Streik, was ebenfalls Auswirkungen auf das TV-Programm hatte. (fsc/ale)

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 58 Kommentare

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  1. Realist

    Na super. Wir bezahlen mit saftigen GEZ-Gebühren die öffentl.-rechtlichen Sender (ist praktisch Pay-TV nur mit Zwangsabgabe, nicht frei wählbar) und dort wird gestreikt als ob es sich um ein Privatunternehmen handelt. Ohne Worte....

  2. Berg

    Nun haben diejenigen, die sich auf den MDR eingestellt hatten, endlich einen Anlass, auch die ungezählten deutschen anderen Rundfunk- und Fernsehkanäle zu wählen, die allesamt vom GEZ ausgehalten werden. Vielleicht entdeckt so mancherm dass auch norddeutsche, wesetdeutsch oder Berliner Sender nicht schlecht sind....

  3. DDler

    @Realist (#1): Ich habe auch schon bei einem Versandhändler etwas per Internet bestellt und bezahlt. Dann wurde dort gestreikt und ich habe meinen Krempel nicht pünktlich bekommen. Ein anderes Mal haben die Mitarbeiter der DVB gestreikt und mir hat meine Monatskarte in diesem Falle nichts genutzt. Sowas aber auch wieder, ... ich wäre fast ohne Worte geblieben .... Es gibt zum Glück hierzulande ein Streikrecht für alle, und das ist gut so!

  4. schulmeister

    Ich nehme an, sie streiken für ein besseres Programm.

  5. hans

    wer an den grossen ,gefüllten Töpfen sitzt,bedient sich auch.Wenn man wenigstens sagen könnte,die haben es sich verdient,aber dem ist nicht so.Siehe Sachsenspiegel,so eine amateurhaft geführte Sendung,Thema Flüchtlinge sind alles gute Menschen,Pegida alles Pöppler und Rechtsradikale.Vom Verein Dynamo ganz zu schweigen,aber RB Vorzeigeverein.Immer das gleiche.

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