erweiterte Suche
Freitag, 17.11.2017

Steimle rechtskräftig „Jammerossi“

Der Dresdner Kabarettist muss vor Gericht eine Niederlage einstecken.

11

Muss es hinnehmen, sich als „völkisch-antisemitischer Jammerossi“ bezeichnen zu lassen – der Kabarettist Uwe Steimle.
Muss es hinnehmen, sich als „völkisch-antisemitischer Jammerossi“ bezeichnen zu lassen – der Kabarettist Uwe Steimle.

© SZ-Archiv/Sven Ellger

Meißen. Die Staatsanwaltschaft hat darauf verzichtet, gegen das Urteil im Beleidigungsprozess um den Dresdner Kabarettisten Uwe Steimle Berufung einzulegen. Dieser muss es damit hinnehmen, sich als „völkisch-antisemitischer Jammerossi“ bezeichnen zu lassen. Steimle selbst hatte keine Möglichkeit, gegen dieses Urteil vor dem Meißner Amtsgericht in Berufung zu gehen. Er hatte zuvor zusammen mit dem Meißner CDU-Stadtrat Jörg Schlechte Anzeige erstattet.

Ausgangspunkt für den Rechtsstreit war ein Foto, welches Schlechte von einem Besuch Steimles in Meißen bei Facebook einstellte. Dies war von dem Klipphausener Antifa-Aktivisten Andreas Vorrath bissig kommentiert worden. Das Gericht sah dessen Formulierung durch die Meinungsfreiheit gedeckt. (SZ/pa)

Leser-Kommentare

Seite 1 von 3

Insgesamt 11 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. sbdk

    Ich glaube Herrn Steimle stört das Wort "Jammerossi" höchstwahrscheinlich nicht so besonders. Das passt auch hin und wieder zu seinen Rollen als Kabarettist. Warum er sich allerdings "völkisch-antisemitisch" bezeichnen lassen muss bleibt wahrscheinlich das Geheimnis des "Aktivisten" Herrn V. und der Rechtsprechung. Gut, jetzt hab ich Meinungsfreiheit endlich komplett verstanden.

  2. Dresdner45

    Ich finde dieses Urteil gegen Herrn Steimle ungerechtfertigt und bezeichnend für diesen sogenannten Rechtsstaat. Dieses Urteil ist eines, welches sich gegen ALLE Ostdeutschen richtet. Die Politik, aber auch das Rechts(un)wessen sollte sich im Klaren sein, dass so die Gräben zwischen Ost und West wieder größer werden. Wahrscheinlich ist es auch gewollt. Herr Steimle hat eine klare, unverbogenen Haltung, die man inzwischen bei vielen anderen Künstlern nicht mehr findet. Der Begriff "völkisch" komt von dem Wort Volk. Dies ist scheinbar schon nicht mehr erlaubt.

  3. Relativ

    Nochmal werte SZ. Aktivist war Adolf Hennecke. Das Wort als Verniedlichungsform für Straftäter zu benutzen, ist Relativierung von Gesetzesübertretungen.

  4. Felix

    Herr Steimle soll sich nicht so haben. Er ist eine Person des öffentlichen Lebens und da muss man so was ab halten oder er muss sich ein anderen Beruf suchen. Er hat als Kabarettist genau so solche Sprüche abgelassen gegen Personen des öffentlichen Lebens. Und er ist ein Jammerossi.

  5. ISK

    Wir wissen doch (fast) alle, was man von der Antifa zu erwarten hat..... nichts gutes. Tja und das ist die sogenannte Demokratie in Deutschland. Herr Steimle zeigt seine Meinung klar und deutlich und das finde ich klasse. Weiter so! Meinungsfreiheit gilt nicht für jeden in Deutschland, leider.

Alle Kommentare anzeigen

Seite 1 von 3

Kommentare können nur in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr abgegeben werden.