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Mittwoch, 29.11.2017

Sonnensteiner müssen noch einmal bibbern

Um ein Leitungsleck zu dichten, bleibt die Reutlinger Straße in Pirna über Stunden ohne Warmwasser und Heizung.

Von Thomas Möckel

Nichts geht mehr auf der Reutlinger Straße: Die Trasse ist aufgegraben, weil Handwerker seit Sonntag eine leckgeschlagene Fernwärmeleitung reparieren. Daher fallen am Donnerstag nochmals Heizung und Warmwasser aus.
Nichts geht mehr auf der Reutlinger Straße: Die Trasse ist aufgegraben, weil Handwerker seit Sonntag eine leckgeschlagene Fernwärmeleitung reparieren. Daher fallen am Donnerstag nochmals Heizung und Warmwasser aus.

© Norbert Millauer

Für die Anwohner der Häuser Reutlinger Straße 1 bis 25 wird es angesichts sinkender Außentemperaturen auch in ihren Wohnungen ungemütlich: Am Donnerstag müssen sie voraussichtlich zehn Stunden ohne Warmwasser und Heizung auskommen. So lange werden nach Auskunft der Stadtwerke Pirna Handwerker benötigen, eine bei einer Havarie leckgeschlagene Fernwärmeleitung dauerhaft zu reparieren. Die Fachleute werden das Rohr abdichten, indem sie eine zweite Haut auf die Leitung kleben, die die vorhandenen Löcher schließt. Teilweise werden die Leitungen auch mit einer Art Schutzüberzug laminiert.

Die Havarie an der 1995 verlegten Fernwärmetrasse hatte am vergangenen Sonntag zunächst große Versorgungsbereiche lahmgelegt. Laut der Stadtwerke sei die Leitung unglücklicherweise gleich an mehreren Stellen leckgeschlagen. Dies sei einerseits auf Materialfehler, andererseits auf Montagfehler zurückzuführen. Weil der Schaden derart groß war, ging gegen 9.30 Uhr das Heizkraftwerk Sonnenstein außer Betrieb, da das Wasser in den Rohrleitungen fehlte. Erst nach einer Notreparatur konnte gegen 13.30 Uhr die Versorgung für das gesamte linkselbische Stadtgebiet wieder aufgenommen werden. An dem Sonnensteiner Heizkraftwerk hängen rund 5 500 Haushalte. Die Anwohner der Reutlinger Straße konnten aber zunächst nicht von der Notreparatur profitieren: Sie blieben noch bis Montag, 24 Uhr, von Heizung und Warmwasser abgeschnitten.

Für die Bauarbeiten wurde die Reutlinger Straße zunächst halbseitig, ab Montagmittag dann komplett, gesperrt. Wann die Trasse wieder freigegeben wird, steht noch nicht genau fest. Dies ergebe sich erst im Laufe des Donnerstags, je nachdem, wie die Reparatur verläuft.

Die Stadtwerke gehen davon aus, dass mit den Arbeiten dann sämtliche Störstellen beseitigt sind. Langfristig jedoch könne man solche Havarien nicht grundsätzlich ausschließen. Eine Gefahr, dass auch andere Fernwärmeleitungen im Stadtgebiet leckschlagen könnten, sieht der Energieversorger hingegen nicht – die übrigen Leitungen bestehen aus einem anderen Material als das Rohr auf dem Sonnenstein.

Die Havarie auf dem Sonnenstein am Sonntag hatte sich auch auf das Geibeltbad an der Rottwerndorfer Straße ausgewirkt, das über denselben Strang versorgt wird. Die Schwimmstätte blieb zwar nach Auskunft der Stadtwerke durchgehend geöffnet, die dreistündige Unterbrechung habe sich aber in sinkenden Raum- und Wassertemperaturen niedergeschlagen. Sie zu korrigieren, ist derzeit unmöglich: Die Heizzentrale des Bades – der Anschluss an die Fernwärme – wird zurzeit umgebaut, sodass keine Kesselanlagen für eine Notversorgung zur Verfügung standen. Mitte Dezember aber sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein, dann gibt es wieder zwei Alternativen, das Bad mit Wärme zu versorgen.

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