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Freitag, 18.05.2018

Sexistische Werbung verboten

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Leipzig. Der Leipziger Stadtrat hat ein Verbot sexistischer Werbung auf städtischen Flächen beschlossen. Eine parteiübergreifende Mehrheit stimmte am Mittwochabend für den Vorstoß des städtischen Gleichstellungsrates – bei nur fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung. Herabwürdigende, diskriminierende und frauenfeindliche Darstellungen auf öffentlichen Werbeanlagen sind damit untersagt.

Für die Beurteilung gelten die Grundregeln des Deutschen Werberates. Leipzig gilt als bundesweiter Vorreiter bei der Regulierung, andere Städte wollen folgen. (svh)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 7 Kommentare

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  1. TheBeastFromTheEast

    Sehr schön! Und was ist "sexistisch"? "Herabwürdigend, diskriminierend, frauenfeindlich" - wohlfeile Begriffe, die inhaltlich eine Wertung voraussetzen. Und da können sich jetzt Christen und Muslime, Emanzen und Moralapostel zusammensetzen, und ihre Vorstellungen diskutieren. Grundsätzlich gilt: Jede Werbung soll ein Produkt verkaufen - deshalb muß sie beim Konsumenten einen "positiven" Eindruck hinterlassen. Bedeutet: "Sexistische" Werbung kann nur bei sexistisch Konditionierten verfangen. Und da sind wir wieder beim Huhn und dem Ei. Klasse.

  2. Xy

    Wetten das betrifft nur Werbung mit Frauen, z. B. für Bikinis oder Unterwäsche? Aber ein Mann, der durchtrainiert mit Sixpack Halbnackt Werbung für Schlüpper macht, wird natürlich vollkommen in Ordnung sein. Tolle Doppelmoral...

  3. Problemlos

    Wenn die in Leipzig keine anderen Probleme haben... Übrigens ist Leipzig auch der/die sächsische Vorreiter/in (so schreibt man das, liebe SZ) für Bandenkriminalität u.ä. Diese Werbung für die Stadt ist nicht zu verbieten...

  4. freeze

    #1: Das gesamte öffentliche Recht in voll von unbestimmten Rechtsbegriffen. Die Ordnungsbehörden können beispielsweise eingreifen, wenn "eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung" vorliegt. Ob und wann das der Fall ist, liegt im Beurteilungsspielraum der handelnden Behörde/Personen. Gemessen daran ist die Frage, wann eine Werbetafel sexistisch ist, noch gut einschätzbar. Unschärfen in der Beurteilung von unbestimmten Rechtsbegriffen sind in unserem Rechtssystem angelegt - das lässt sich auch kaum ändern. #2: Verboten werden diskriminierende und herabwürdigende Werbeplakate. Das kann im Einzelfall genauso für Männermodels gelten. Eine Doppelmoral ist das nicht.

  5. Hilda

    Aber sonst hat Leipzig keine Probleme wie (siehe Polizeiliche Kriminalstatistik Sachsen)? Aber man muss halt Prioritäten setzten, Da ist Plakate verbieten natürlich einfacher als die Polizei besser auszustatten und neue Gefängnisse zu bauen.

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