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Mittwoch, 31.08.2016

Schloss Königsbrück versteigert

Das markante Gebäude mit dem weitläufigen Gelände mitten in der Stadt hat einen neuen Eigentümer. Nicht nur der bisherige Besitzer ist überrascht.

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Das Schloss in Königsbrück.
Das Schloss in Königsbrück.

© Matthias Schumann

Königsbrück. Das Schloss Königsbrück ist verkauft. Das Wahrzeichen der Stadt wurde am Dienstag bei einer Auktion der Sächsischen Grundstückauktionen in Dresden versteigert. Der Käufer, der anonym blieb, hatte sein Angebot vorher schriftlich mitgeteilt. Er bot nach Aussage von Beobachtern den Mindestbetrag von 598 000 Euro.

Der bisherige Schlossherr Jürgen Krüger ist von dem Ausgang der Versteigerung überrascht. Er sei dazu überredet worden, das Schloss anzubieten. „Dass es wirklich weggeht, hat mich schon gewundert.“ Das Schlossgebäude, das Torhaus und die Parkanlage mit einer Gesamtfläche von stattlichen 40 000 Quadratmetern war eines der Highlights der Dresdner Auktion. Der Heimatverein, der die Kamelien im Schloss-Gewächshaus betreut, will sich so schnell wie möglich mit dem Käufer oder der Käuferin in Verbindung setzen. (SZ/pre)

Leser-Kommentare

Insgesamt 5 Kommentare

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  1. Juliane

    Ich bin auch überrascht. Dass das Schloss zur Auktion kommen würde, war nur etwa einen Monat vorher bekannt. In der Kürze der Zeit ist es niemals machbar für solch ein großes Objekt (4.200 qm Gebäudefläche) ein tragfähiges Konzept zu erstellen und den Finanzierungsbedarf für eine Sanierung zu klären, geschweige denn solche Dinge wie Nutzungsgenehmigung, Bauvoranfrage usw. Für Schloss Königsbrück gab es schon mehrere Ideen. Nie ist etwas daraus geworden. Genau das fürchte ich mit dem jetzigen Besitzerwechsel wieder. Auch um die historische Kamelienausstellung mache ich mir Sorgen. Im Auktionsangebot wurde der Besucherstrom hervorgehoben, dass es sich um eine touristische Sensation handele. Ich hoffe sehr, der Heimatverein wird diesbezüglich nicht "enteignet".

  2. Mario Meier

    Der Artikel passt nicht so ganz zu dem Beitrag im Sachsenspiegel gestern Abend: Da wirkt er nicht gerade, als ob er überredet wurde.

  3. Realist

    Werte Juliane - das Schloss ist verkauft - ob der Besitzer ein tragfähiges Konzept hat oder nicht ist wohl sein Problem - bei Beachtung der Faktoren des Denkmalschutzes kann er daraus machen was er will - Romantik Schlosshotel - Seminar u. Wohnbereich ect. Auch nur er kann festlegen ob das Objekt öffentlich begehbar bleibt .Ihre Bemerkung bezüglich Enteignung des Heimatvereins ist unqualifiziert - denn dem Verein gehört nichts. Man muß endlich einmal begreifen das Schloss ist eine Immobilie derer es in Deutschland viele gibt ,die Erhaltung ist finanziell aufwendig ,denn nicht in jeder Region funktioniert ein Hotel ect. So wurde auch manches Objekt zum Wohn u. Firmensitz eines Unternehmers. Kommunen sind nicht in der lage solche Objekte zu betreiben. Aber es gibt genug Objekte die dem Verfall preisgegeben sind da sie keinen Käufer finden. Dem neuen Schlossherren viel Glück u.Erfolg gleich was er daraus macht - Ein ehrmaliger Schlossmitinhaber

  4. Juliane

    Ach Realist, mir ist es halbwegs egal, welches Konzept der neue Eigentümer umsetzen will, sofern er nur tatsächlich ein Konzept hat und das Schloss einer Nutzung und Sanierung zuführt. Solange etwas zu seinem (des Schlosses) Gunsten passiert - sehr gerne! Nur eben ist der Heimatverein in den letzten Jahren unheimlich rührig gewesen, hat Zeit und Geld investiert die historische Kameliensammlung zu dem zu machen, was sie heute ist. Hätten Sie genau gelesen, hätten Sie gesehen, dass ich "enteignet" in Gänsefüßchen gesetzt habe. Im Falle der Kamelienschau hat der Eigentümer dem Heimatverein gegenüber eine Verpflichtung, nicht umgekehrt. Und genau deshalb wünsche ich dem Verein alles Gute, dass es für ihn durch den Besitzerwechsel zu keinen negativen Folgen kommt.

  5. Realist

    Sehr geehrte Juliane - nun ok Sie haben die Enteignung in Gänsefüßchen gestellt - ich bringe die Dinge immer auf den juristischen Punkt bei dem hat ein Käufer eben gegenüber dem Heimatverein keine Verpflichtung. Natürlich ist nichts dagegeneinzuwenden falls der neue Eigentümer das Projekt Kameliensammlung unterstützt . Aber nochmals ganz klar er hat keinerlei Verpflichtung. Nehmen wir an Sie kaufen einen Bauernhof und der Vorbesitzer hatte da einen Reitverein Teile günstig überlassen u. der Verein hat auch Werterhaltung betrieben nach einer Übernahme durch neue Besitzverhältnisse ist es hinfällig wenn kein Vertrag zur Sicherung bestand ,der einem Käufer vor Kauf zur Kenntnis gelangte u. der Vertrag weiter rechtswirksam ist.Hier gehe ich davon aus das der bisherige Besitzer den Verein duldete.

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