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Montag, 13.01.2014

Sachsens AfD hat in Freital die erste eigene Stadtratsfraktion

Sächsische Euro-Kritiker wollen jetzt auch Kommunalpolitik machen. Die Vorreiter formieren sich in Freital - auch wenn sie noch keine Feinplanung haben.

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Freital. Drei ehemalige CDU-Stadträte haben in Freital (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) Sachsens erste Stadtratsfraktion für die eurokritische Partei Alternative für Deutschland (AfD) gegründet. „Wir werden alle drei zur bevorstehenden Kommunalwahl für die AfD antreten“, sagte Ute-Maria Frost am Montag zu den weiteren Plänen. Die Pharmazie-Ingenieurin (54) selbst und der Kaufmann Norbert Meyer (57) hätten um Aufnahme in die Partei gebeten, der Jurist Rudolf Polley (70) wolle als Unterstützer agieren, hieß es.

Zu konkreten kommunalpolitischen Plänen könne sie noch nichts sagen, bemerkte Frost. Dafür sei es noch zu früh. Auf alle Fälle wolle sich die neue Fraktion gegen Verschwendung von Steuermitteln wie etwa beim großenteils leerstehenden Freitaler Gründerzentrum wenden. „Außerdem wollen wir mehr Transparenz im Rathaus, wenn es um Finanzbeziehungen von Stadträten zur Stadt und stadteigenen Unternehmen geht.“

Die AfD-Landesvorsitzende Frauke Petry hatte angesichts der CDU-Austritte schon in der vergangenen Woche von einem kommunalen Vorwahlsieg gesprochen. In einem Interview der „Leipziger Volkszeitung“ (Montag) erklärte sie, die AfD wolle bei der Landtagswahl Ende August mindestens sechs Prozent der Stimmen holen. „Wir sind in Sachsen bekannt und werden viel dafür tun, dass wir noch bekannter werden.“

Die AfD hatte sich in Sachsen Ende April vergangenen Jahres gegründet. Sie hat nach eigenen Angaben derzeit knapp 600 Mitglieder. Bei der Bundestagswahl kam die Partei in Sachsen auf knapp sieben Prozent, das war das deutschlandweit beste Ergebnis für die AfD. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

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  1. Michael Engert

    Gratulation den drei Mutigen! Es sollte noch mehr CDU-Überläufer geben! Denn die CDU hat sämtliche konservative Werte verraten. Ein Glück für diese Drei ist es übrigens, dass hinter ihnen ein hervorragend arbeitender Kreisverband steht. Auch wenn es ziemliche Startschwierigkeiten gab, die AfD ist der einzige Hoffnungsträger in diesem Land.

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