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Montag, 08.08.2005 Kanu

Mit Wut im Bauch zum WM-Titel gefahren

Szeged. Martin Rossdeutscher vom Kanuclub Dresden ist Junioren-Weltmeister. Der Umsteiger, der vom Fußball kam, überquerte bei den Junioren-Weltmeisterschaften im ungarischen Szeged mit dem K IV über 500 m als Erster die Ziellinie. Mit einer Länge Vorsprung gewann das deutsche Boot in der Besatzung Rossdeutscher, Blacha, Bayer und Schust. Die geballten Fäuste ließen nicht lange auf sich warten, und Rossdeutscher schrie seinen ganzen Frust heraus. Nachdem der deutsche Vierer am Sonnabend ein Debakel erlebt hatte und über die doppelte Distanz nur der 7. Platz herausgesprungen war, saß die Enttäuschung bei der Besatzung um Rossdeutscher tief. „Wir hatten Wut im Bauch, wollten unbedingt gewinnen“, sagte der 18-jährige Dresdner.

Bei einer perfekt organisierten Regatta mit 6 000 Zuschauern und Teilnehmern aus 59 Ländern mussten sich die erfolgsverwöhnten deutschen Kanuten in der Mannschaftswertung hinter Ungarn mit Platz zwei begnügen. Nachdem die Ausbeute am Sonnabend eher verhalten ausfiel – nur einmal Gold –, versöhnte das gestrige Abschneiden die DKV-Verantwortlichen mit drei Gold-, zwei Silber- und fünf Bronzemedaillen (SZ)