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Samstag, 18.03.2000

Größter Erfolg trotz Kräfteschwunds im Finish

Katrin Jäke vom SC Riesa gelang ein prima Einstand ins Olympiajahr. Die 27-Jährige gewann bei der Kurzbahn-Weltmeisterschaft in Athen über 200 m Schmetterling die Silbermedaille und erreichte damit ihren bisher größten Erfolg.War Ihr erstes WM-Silber von vornherein abzusehen? Ich wollte eine Medaille gewinnen, und bis etwa 175 Meter lag ich sogar noch gleichauf an erster Stelle mit der neuen Weltmeisterin Mette Jacobsen aus Dänemark. Doch dann schwanden meine Kräfte. Ihr Riesaer Trainer Uwe Neumann freute sich über Platz zwei, murrte aber etwas über ihre Zeit von 2:09,42 - berechtigt? Vollkommen. Wir hatten uns für Athen vorgenommen, dass ich unter 2:09 Minuten schwimmen sollte. Warum klappte das nicht? Ich weiß nicht, woran es lag. Vielleicht war mein Vorlauf am Vormittag mit 2:11,00 zu schnell und damit zu anstrengend gewesen. Aber auch Mette Jacobsens Siegerzeit vom Endlauf mit 2:08,10 ist nicht berauschend.Können sich aus Kurzbahn-Leistungen Schlussfolgerungen für die Sommer-Saison ergeben? Kaum, weil beispielsweise in diesem Jahr die Olympia-Vorbereitungen unterschiedlich ablaufen. Ich bin mit meinem jetzigen Stand zufrieden, da ich noch im November wegen Schulterverletzung und Bronchitis pausieren musste.In Athen wird über die Zulassung neuer Ganzkörper-Anzüge gestritten. Haben sie auch schon so eine "schnelle Haut"? Nein, ich habe für die WM von unserem Ausrüster nur einen üblichen Badeanzug bekommen, und das ist nicht mal das neueste Modell. Ob die Ganzkörper-Anzüge etwas bringen, weiß ich nicht. Das muss man ausprobieren, es ist auch eine Gewöhnungssache.Was gibt es bei der WM für Sie noch zu tun? Nachdem ich am Freitag über 50 m Schmetterling als Vorlauf-17. ausgeschieden bin, möchte ich am Sonnabend über 100 m wieder das Finale erreichen und am Sonntag mit der Staffel noch eine Medaille gewinnen. Das Gespräch führte Uwe Wicher.