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Donnerstag, 03.09.2009

Dresdner Eislöwen droht Lizenzentzug

Dresden - Den Dresdner Eislöwen droht der Lizenzentzug. Beim Eishockey-Zweitligisten klafft ein Etatloch von rund einer halben Million Euro. Das bestätigte Matthias Broda, Geschäftsführer der Eislöwen-Betriebsgesellschaft. „Ja, es sind etwa 500 000 Euro“, sagte Broda.

Bereits am Dienstag hatte er, der bei den Dresdnern erst seit einem Monat im Amt ist, vor dem Aufsichtsrat der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG) in München zur aktuellen Situation in Dresden Stellung nehmen müssen. Im Ergebnis dieses Gesprächs erteilte der ESBG-Aufsichtsrat dem Zweitligisten einige Auflagen, die bis in einer Woche erfüllt sein sollen. Bei Nichterfüllung würde den Elbestädtern Lizenzentzug drohen.

Am Donnerstag sollte ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer die detaillierten Zahlen den Gesellschaftern der Eislöwen- Betriebsgesellschaft vorlegen. Bereits in den vergangenen Wochen hatte ein erbitterter Machtkampf hinter den Kulissen getobt, der vor zwei Wochen mit dem Rücktritt von Barbara Lässig als Präsidentin des ESC Dresden, dem Stammverein der Eislöwen, seinen Höhepunkt fand. Broda appellierte jetzt an alle „Freunde des Dresdner Eishockeys, die Arbeit der Verantwortlichen zu unterstützen und das Handeln nicht durch Störfeuer zu untergraben“. (dpa)