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Dienstag, 25.03.2008

Aue fühlt sich verschaukelt

Beim 2:2 gegen Freiburg zieht Schiedsrichter Zwayer den Unmutder Erzgebirgler auf sich.

Das Remis kam einer Niederlage gleich. Trotz ansprechender Leistung und zweimaliger Führung hat der FCErzgebirge Aue am Ostersonntag eine Auferstehung im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Das 2:2 (1:0) gegen Aufstiegsaspirant SC Freiburg half den Erzgebirglern nicht weiter. Sanibal Orahovac und Adam Nemec erzielten vor 10500 Zuschauern die Treffer für den Gastgeber. Für die jeweiligen Ausgleichstore sorgten Dennis Aogo und Pavel Krmas jeweils nach Standards.

Mit nun 23Punkten hat die Mannschaft von Trainer Roland Seitz fünf Zähler Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze. „Das Ergebnis tut sehr weh“, erklärte Seitz nach Abpfiff und schoss sich in seiner Analyse auf den Schiedsrichter ein: „Wir haben in den vergangenen Wochen vieles geschluckt, aber heute sage ich, dass das, was die Herren in Schwarz gegen uns ablieferten, nicht in Ordnung ist. Unsere Gegner genießen bei ihnen Personenschutz.“ In zwei strittigen Situationen entschied der Unparteiische Felix Zwayer aus Berlin gegen Aue. Zweimal ging Orahovac (54./58.) im Strafraum zu Boden. Beide Male blieb der Strafstoßpfiff aus. „Das waren zwei klare Elfmeter, die wir hätten bekommen müssen. Mir fehlen die Worte“, betonte Seitz.

Das Ziel Klassenverbleib hat dennoch niemand im Erzgebirge abgeschrieben: „Ich glaube nach wie vor an Plan A“, sagte Präsident Uwe Leonhardt: „Allerdings fragen mich die Spieler, ob es Sinn macht, noch weiterzuspielen, wenn man so verschaukelt wird.“ Mannschaft und Trainer sprach der Vereinsboss ein Lob für die gute Leistung auf schwierigem Untergrund aus: „Das Team war sehr gut eingestellt.“

Bei Aue stand Tomasz Bobel im Tor, der bei beiden Treffern zwar unglücklich aussah, aber keine Schuld hatte. Stammkeeper Axel Keller hatte sich vor der Partie freistellen lassen, um bei der Geburt seiner Tochter dabei zu sein. Seine Freundin Ulrike brachte am Ostersonntag Tochter Marlene zur Welt. „Mama und Kind sind wohlauf. Marlene ist 48Zentimeter groß und wiegt 2960 Gramm. Wir sind total stolz auf unsere Kleine“, sagte Keller beim gestrigen Training. (dpa)