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Mittwoch, 28.03.2018

Razzia bei weiteren Mitgliedern der Gruppe Freital

In Sachsen, Bayern und Niedersachsen hat die Generalstaatsanwaltschaft insgesamt neun Wohnungen wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung durchsucht.

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Erst vor drei Wochen waren acht Mitglieder der „Gruppe Freital“ vom Oberlandesgericht Dresden zu langen Haftstrafen verurteilt worden.
Erst vor drei Wochen waren acht Mitglieder der „Gruppe Freital“ vom Oberlandesgericht Dresden zu langen Haftstrafen verurteilt worden.

© Sebastian Kahnert/dpa

Dresden. Terrorismus-Ermittler des Landeskriminalamtes haben am Mittwoch sieben Wohnungen in Freital und Umgebung, eine in Bayern und Niedersachsen sowie einen PKW durchsucht. Die Razzia richtete sich gegen zehn weitere Mitgliedern und Unterstützer der „Gruppe Freital“, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden. Die sieben Männer und drei Frauen zwischen 19 und 53 Jahren sollen in abwechselnder Besetzung an den Taten der rechtsterroristischen Vereinigung beteiligt gewesen sein.

Das Oberlandesgericht Dresden hatte vor drei Wochen acht Mitglieder und die Rädelsführer der „Gruppe Freital“ unter anderem wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung, des Herbeiführens von Sprengstoffexplosionen und versuchten Mordes zu Haftstrafen zwischen vier und zehn Jahren verurteilt. Sie hatten 2015 zwei Flüchtlingswohnungen in Freital, ein Parteibüro der Linken und das Auto eines Linke-Stadtrats in Freital sowie ein alternatives Wohnprojekt in Dresden angegriffen haben. Sechs Gruppenmitglieder legten Revision gegen das Urteil ein.

Das Ermittlungsverfahren wurde zunächst durch die Bundesanwaltschaft geführt, 2017 aber an die Generalstaatsanwaltschaft Dresden abgegeben. Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem zahlreiche Smartphones, Festplatten und USB-Sticks sichergestellt. Außerdem fanden die Ermittler neben vier Hakenkreuzfahnen auch diverse Waffen wie Schlagringe, eine Schreckschusswaffe mit Munition und mehrere Messer. (SZ/sca)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 13 Kommentare

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  1. Sabrina Metzler

    Irgendwann erwischt es jeden, auch wenn sich mancher wegen der jahrelangen Dauer in Sicherheit wähnt und sich in der Zustimmung weiter Bevölkerungsteile sonnt.

  2. Dieter Becker

    Ich wünschte mir, daß linke Straftäter, da gibt es ja eine ganze Menge, genauso verfolgt würden! - Ach, ich vergaß, daß sind ja die Guten!

  3. DVB-Nutzer

    Vom Sprengstofffund bei den Linksextremen in Rudolstadt hört man nichts mehr.

  4. Carsten

    @2: In der Tat, linke Straftäter sind hierzulande die "Guten" - willkommen im Unrechtsstaat BRD, dort wo "gut" ist, was von oben vorgegeben wird und natürlich politisch korrekt ist. Nicht wundern, einfach nur abwarten, auch dieses Regime wird eines Tages fallen...

  5. Klaus, der Gute

    @2,4 Mist, unsere Tarnung der "Guten" ist aufgeflogen. Ab sofort gilt von Staatswegen, alle, die nicht links und rechts sind, sind die "Guten". PS. Bitte den Aluhut kurz zurecht rücken

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