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Donnerstag, 11.10.2018

Putziger Nachwuchs im „Zoo der Minis“

Die Kurzohrrüsselspringer (Macroscelides proboscideus) Straubi und Limpopo II sitzen im Zoo der Minis nebeneinander auf einem Stein.
Die Kurzohrrüsselspringer (Macroscelides proboscideus) Straubi und Limpopo II sitzen im Zoo der Minis nebeneinander auf einem Stein.

© Zoo der Minis e:V. / dpa

Aue. Sie sehen wie eine Maus aus und haben sogar etwas von einem Elefanten. Im „Zoo der Minis“ in Aue sind zwei Kurzohrrüsselspringer auf die Welt gekommen, teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag mit. Die Eltern Straubi und Limpopo hatten sich anfangs gar nicht leiden können. Mittlerweile haben sie bereits zum vierten Mal Jungtiere bekommen. Der jüngste Nachwuchs ist schon seit fünf Wochen selbstständig und lebt getrennt von den Eltern.

„Kurzohrrüsselspringer werden nur in ganz wenigen Zoos gehalten. Vermutlich sind wir im Moment der einzige Zoo, der sie züchtet“, sagte Stadtsprecherin Jana Hecker. Die Zucht sei kompliziert. Dennoch sei dem Zoo der Minis gelungen, in den vergangenen Jahren etwa 50 junge Rüsselspringer erfolgreich aufziehen und an viele Zoos und Interessenten in Deutschland, Tschechien und Österreich abzugeben. Der erste Rüsselspringer sei fast neun Jahre alt geworden.

Kurzohrrüsselspringer (Macroscelides proboscideus) sind in Wüsten und Halbwüsten Südafrikas beheimatet. Sie sehen Spitzmäusen ähnlich und haben trotz ihres Namens vergleichsweise große Ohren. Mit einem kleinen Rüssel spüren sie Nahrung auf. Der Körper der Tiere wird nur etwa zehn Zentimeter groß, dazu kommt ein bis zu 14 Zentimeter langer Schwanz. Kurzohrrüsselspringer werden auch Elefantenspringmaus genannt. Sie gelten als anspruchsvolle und heikle Pfleglinge.

Mit ihrer Größe passen die Kurzohrrüsselspringer bestens in den Tiergarten Aue. Denn der hat sich auf Miniaturausgaben bestimmter Arten spezialisiert wie Zwergseidenäffchen, Zwergmungo und Mini-Esel. (dpa)