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Donnerstag, 10.03.2011

Porzellan für 2,6 Millionen Euro zerschlagen

Im Landtag wurden gestern bislang geheime Detailsdes Polterabends inder Manufaktur bekannt.

Von Peter Anderson

Nach Monaten des Schweigens gibt es jetzt eine genaue Angabe zum Wert des im Oktober 2010 in der Manufaktur Meissen zerschlagenen Porzellans. Wie der Linken-Landtagsabgeordnete Klaus Bartl gestern mitteilte, wurde Meissener für 2,6 Millionen Euro vernichtet.

In einer Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses waren Bartl und seine Kollegen zuvor von Sachsens Wirtschaftsminister Georg Unland (CDU) und einem Wirtschaftsprüfer über die Einzelheiten des sogenannten Polterabends bei Meissen informiert worden.

Bartl übte im Anschluss heftige Kritik am laufenden Umbau des Staatsunternehmens. In der Folge könnte das klassische Meissener Porzellan in den Schatten von Design-Produkten wie Schmuck, Schals und Tapeten geraten, die zum Teil im Ausland gefertigt werden. Finanzminister Georg Unland (CDU) verteidigte dagegen den Polterabend. Der Aufsichtsrat habe im Vorfeld alle rechtlich und finanziell vertretbaren Möglichkeiten geprüft, wie das Porzellan verwertet werden könnte.