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Mittwoch, 10.01.2018

Polizei stoppt Panzer auf der A4

Die Spedition war mit sechs Haubitzen im Auftrag der US-Armee unterwegs. Doch bei diesem Transport stimmte einfach gar nichts.

Zu breit, zu schwer, keine Papiere: Polizei stoppt Panzertransport auf der A4 bei Bautzen.
Zu breit, zu schwer, keine Papiere: Polizei stoppt Panzertransport auf der A4 bei Bautzen.

© Tino Plunert

Bautzen. Verkehrspolizei bremst Weltmacht aus: Auf der A 4 bei Bautzen hat eine Streife am Dienstagabend einen Panzertransport gestoppt. Wie die Polizei mitteilt, war die Spedition im Auftrag der US-Armee unterwegs. Sie sollte die sechs Haubitzen vom Typ M 109 von Polen nach Deutschland transportieren. Die ungewöhnliche Fuhre kam allerdings nur bis zum Rasthof Oberlausitz-Nord. Denn das ganze Unterfangen war offenbar vollkommen stümperhaft organisiert.

Polizei stoppt Panzertransport auf der A4

Bei einer Kontrolle auf dem Rasthof stellten die Beamten rasch fest: Bei diesem Transport stimmt überhaupt nichts! Die von der polnischen Firma genutzten Auflieger sind allesamt ungeeignet. Transportdokumente und Ausnahmegenehmigungen fehlten, die notwendigen Begleitfahrzeuge ebenso. Die Ladung war zudem viel zu breit und vor allem viel zu schwer.

Fahrzeug zu schwer, Lenkzeit überschritten

Die Polizisten wogen jedes der sechs Gespanne. Diese waren mit bis zu 16 Tonnen überladen. Doch damit nicht genug: Einige der Fernfahrer saßen bereits viel zu lange am Steuer. Lenk- und Ruhezeiten waren überschritten.

Die Konsequenz: Ein Verbot der Weiterfahrt bis geeignete Fahrzeuge zur Verfügung stehen, alle Genehmigungen vorliegen und alle Auflagen erfüllt werden. Außerdem prüfte die Landesdirektion den Fall. Transportfirma und Fahrer müssen mit Bußgeldern rechnen. (szo)

Leser-Kommentare

Insgesamt 22 Kommentare

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  1. Bazifist wider Willn

    Banzr rolln fürdn Siech! Sou is dor Griech ni zu gewinn!

  2. f.weber

    bitte sofort herrn stoltenberg und herrn mattis heranzitieren, das alles material über "neutrales Gebiet" fährt. frau vdl. kann wache schieben vor ort. raus mit fremden besatzungstruppen aus einem souveränen staat. raus aus der nato mit kündigung

  3. Absitzen

    Volltanken die Dinger und neben der Autobahn geht´s weiter. Hier kann doch inzwischen sowieso jeder machen was er will.

  4. Sachsenradar

    So geht Rechtsstaat. Das ist das Militär und seine Transporte auch den Gesetzen unterworfen. Aber nur innerhalb der Nato. Andernorts sieht’s schlechter aus.

  5. Dresdner

    Wie man sieht funktioniert der Rechtsstaat. @2: Kein EU-Mitglied ist vollsouverän. Sowohl der Wähler, die Bürger der Mitgliedsländer als auch die Regierungen aller Mitgliedsländer haben sich dazu entschieden. Außerdem gilt in Deutschland wie Polen neben den Römischen Verträgen das Abkommen von Schengen. Die US-Armee ist also als NATO Bündnispartner innerhalb eines Geltungsbereichs, dem Schengenraum, unterwegs. Staatsgrenzen zwischen Mitgliedsländern im Schengenraum sind nicht existent. Neutrales Gebiet kann es gar nicht geben. Vorallem, solange Russland seine Truppen nicht aus fremden Ländern (Georgien, Ukraine, ...) bzw. zu anderen Ländern nicht zurückzieht. Klar, dass hier unsere Verbündeten und EU-Nachbarn Polen, Litauen, Finnland, Ukraine, Ungarn, Slowakei usw. auf die NATO-Hilfe angewiesen sind.

  6. 2+4

    Und wieder einmal verstoßen die USA gegen den 2+4 Vertrag... Artikel 5 (3) Nach dem Abschluß des Abzugs der sowjetischen Streitkräfte vom Gebiet der heutigen Deutschen Demokratischen Republik und Berlins können in diesem Teil Deutschlands auch deutsche Streitkräfteverbände stationiert werden, die in gleicher Weise militärischen Bündnisstrukturen zugeordnet sind wie diejenigen auf dem übrigen deutschen Hoheitsgebiet, allerdings ohne Kernwaffenträger. Darunter fallen nicht konventionelle Waffensysteme, die neben konventioneller andere Einsatzfähigkeiten haben können, die jedoch in diesem Teil Deutschlands für eine konventionelle Rolle ausgerüstet und nur dafür vorgesehen sind. Ausländische Streitkräfte und Atomwaffen oder deren Träger werden in diesem Teil Deutschlands weder stationiert noch dorthin verlegt.

  7. Graf von Henneberg

    US - Armee - hat hier nichts verloren. Was wollen die hier?

  8. klaus krocker

    Die fehlenden Genehmigungen sind eine Sache - aber - wie bei einem Gefechtsgewicht des M 109 von knapp 25 Tonnen und etwa gleicher Nutzlast eine Überladung von bis zu 16 Tonnen zustande kommt. Sollte man im Vorfeld abklären bevor man solche Meldungen in die Welt schickt. Jeer blamiert sich halt so gut er kann! Gtuß

  9. Fragen und Antworten

    @6: Sind die Panzer hier stationiert? Oder sind die polnischen Lkw-Fahrer Teil der Stationierung? Oder kann man mit den Panzern Atomraketen abschießen? Und wenn, wurden die Panzer durch die sächsische Autobahnpolizei stationiert, denn ohne die wären die Dinger längst im Westen. @7: Die sind mir zu liebe hier, sonst stehen russisch unterstützte Separatisten bald auf dem Altmarkt in Dresden (Putin will ja vielleicht mal in seine alte Bude zurück).

  10. Charly Whiskey

    Das ist ja mal lustig. Der Besetzte stoppt den Besatzer. Oder der Lehrling den Generaldirektor. Gehören ja beide zum gleichen Konzern Nato. Der Transport gehörte ausgeliefert wegen Verletzung von Verträgen.

  11. Friedensaktivist

    Kündigung der NATO-Mitgliedschaft - sofort! Keine imperialistischen Aktivitäten auf deutschem Boden!

  12. DDay

    Oh je....hier scheinen sich ja wieder Altlinke und Reichsbürgerähnliche Gestalten schriftlich zu verwirklichen. Es ist ein harmloser Militärtransport, wie er täglich auf deutschen Autobahnen (z. B. im Rahmen von Truppenverlegungen für Übungen) vorkommt. Ich frage mich nur, was wir mit den ollen M105 hier wollen. Wir haben doch schon längst die PZH 2000.

  13. Ernst Haft

    Liebe Leute Buchtipp: Wir sind die Guten von Brökers/Schreyer Und bitte nicht zu viel Staatsfernsehen! Das verkleistert die Birne. Die Faschisten in Ukraine sind jedenfalls nicht meine Verbündeten.

  14. Lysarion

    @5 und 12 Zustimmung! An alle anderen hier: ich habe nicht vor wieder in einem von Rußland besetzten Land zu leben! Daher: Amerikaner ihr seit mir willkommen! Ob auf Durchreise oder als dauerhaft stationierte Partner!

  15. P. Gida

    Sofort abschieben die kriminellen Ausländer!

  16. Joachim Herrmann

    Nun DDay, diese können wenigstens rollen. Wenn auch nur auf Tiefladern. Die PH 2000 steht wohl in der Werkstatt- auf Rollen- oder. Im Ernst, es ist mehr als lachhaft, das Militärtransporte von zivilen "Trägern" durchgeführt werden müssen und dann noch dieses Spielchen mit Masse, Vorschriften und Genehmigungen. Von Begleitung und damit Sicherung von Militärtechnik noch nicht mal zu sprechen.Einfach nur lachhaft, wenn es überall in der NATO so läuft, ja da muss sich aber der Russe ganz schön einscheißen?!Und, wer hier in Europa und sonst in der Welt wen, warum, mit welchem Ziel und mit welchem politischen, wirtschaftlichen und militaristischem Hintergrund gefangen hält, besetzt oder auch nur "freundschaftlich" umarmt, haben die letzten 20 Jahre zur Genüge aufgezeigt.Auch, wer,....in diesen so "friedvollen" Zeiten sich über wen hergemacht hat. Zumeist natürlich nur, um die "Befreiung" zu erreichen und den Völkern die gottgewollte Ordnung beizubringen.Da kann man glatt zum Linken werden!

  17. E.Benheiter

    Kopfstreichel, # 14! Nehmen Sie doch bitte wieder Ihre vielen bunten Smarties vom Onkel Doktor -Danke!

  18. Michael

    Faszinierend was für Gestalten sich hier rum treiben. Die einen beleidigt weil sie die Amerikaner für Kriegstreiber halten (links, teilweise berechtigt, zumindest nutzen sie die Konflikte der Welt gerne zum eigenen und unserem Nutzen), die anderen weil sie verprellt sind weil die Amis im Krieg ihre Opas geschlagen haben und sie das bis heute noch für einen Verlust halten. Nein Jungens, war richtig dass Deutschland den Krieg verloren hat. Die Souveränität Deutschlands ausserhalb der natürlichen Verpflichtungen/Zugeständnisse wie in Bündnissen und Verträgen beschrieben anzuzweifeln ist nonsens, der Amerikaner diktiert uns gar nichts, wir lassen uns ab und leiten weil wir uns in aussichtlose Situationen diskutiert haben. Wie oft haben die Amerikaner schon gerade gebogen was wir (EU) verbockt haben. Ich bin kein Freund dessen was in NahOst, Afrika, etc. läuft, aber ein bißchen realitätstreue sollte man einfordern können, wir sind die Profiteure abgesehen von der Flüchtl.Krise.

  19. Wenzel 4

    Offenbar ein ganz normaler Transportauftrag an ein polnisches Unternehmen, welches die Bestimmungen für Schwertrasporte etwas locker ausgelegt hat. Man verfällt im Osten schnell dem Irrtum, dass hier keiner einen LKW mit so großen Kanonen und Hoheitszeichen aufhält. Pech gehabt, aber manchmal klappt es halt. Weiter östlich ist von einigen Jahren ein Luftabwehrraketensystem auf einem zivilen Tieflader tagelang - zum Glück nicht ganz unbemerkt - durch die gegend geschaukelt worden.

  20. Pieschener

    @14 Mir wäre lieber gar keine ausländische Militärmacht wäre in Deutschland noch stationiert, schon gar nicht mit Atomwaffen oder Kommandopunkten für Kampfdrohnen... Militärtransporte können gemacht werden solange es sie noch gibt, es sollten natürlich vorher die Gesetzblätter gelesen werden, das hat wohl der Spediteur versäumt. Alternativ der Bahntransport, frage mich sowieso warum darauf keiner mehr kommt.

  21. at_Nine

    @9 Die reine Verlegung in und durch die ehemalige DDR ist schon verboten! Das Wort "verlegt" steht nicht um sonst im Vertrag! Das wurde schon bei den Verlegungen von US Soldaten über den Flughafen Leipzig geklärt obwohl sie da nur "umgestiegen" sind. Es gibt weitere Fälle in denen diese Auslegung der Verträge bestätigt wurde (die Nichtverlegung des Übungsplatzes Nagold/Haiterbach nach Brandenburg da ihn kein US Soldat dann betreten und nutzen darf zB.) Und als ob das nicht genug wäre, die M109 kann natürlich auch mit Granaten mit Nuklearsprengkopf ausgerüstet werden!

  22. Wenzel 4

    @21. Versteh ich nicht! Warum sollte die Verlegung bzw. der Transport von NATO-Waffen in/durch ein NATO-Land Verboten sein. Verwechseln Sie da Verlegung mit Stationierung? Ich kann allerdings sehr gut damit leben ein oder zweimal im Jahr einem NATO- Schützenpanzer auf der Autobahn zu begegnen, nachdem 30 Jahre lang ungezählte Russenpanzer hinter meinem Dorf metertiefe Spuren durch ständiges "Verlegen" hinterließen.

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