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Mittwoch, 25.09.2013

Polizei-Großeinsatz in Asylbewerberheim

Bei einer Schlägerei im Chemnitzer Erstaufnahmeheim sind in der Nacht auf Mittwoch 21 Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer.

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Ein Großaufgebot an Polizei ist in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Chemnitz vor Ort.
Ein Großaufgebot an Polizei ist in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Chemnitz vor Ort.

© dpa

Chemnitz/Dresden. Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen im Chemnitzer Aufnahmeheim für Asylbewerber sind 21 Menschen verletzt worden. Zwei von ihnen hätte schwere Verletzungen erlitten und würden noch im Krankenhaus behandelt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Gegen die Beteiligten werde wegen schwerer Körperverletzung und Brandstiftung ermittelt.

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Zu den Tätlichkeiten zwischen Bewohnern verschiedener Nationalität sei es in der Nacht zum Mittwoch gekommen. Danach war die Einrichtung mit Hilfe eines Spezial-Einsatzkommandos der Polizei nach gefährlichen Gegenständen und Waffen durchsucht worden. Zunächst war noch unklar, was der Grund für die Auseinandersetzungen gewesen ist. Es sei der bisher schwerste Vorfall dieser Art in dem Heim gewesen, hieß es.

Der Ausländerbeauftragte des Landes, Martin Gillo, hat Schutz und Unterstützung für die Asylsuchenden angemahnt. „Bei der Unterbringung brauchen wir beides: Rechtstaatlichkeit und soziale Betreuung“, sagte er in Dresden. Das Erstaufnahmeheim sei ausgelastet. Bisher sei es möglich gewesen, Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen und mit unterschiedlichen Fluchterfahrungen räumlich voneinander zu trennen. Die Heime müssten derzeit aber überall im Land ihre Kapazitäten erweitern oder neue Standorte finden.

Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

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  1. Ernesto

    Mit der Aufnahme von Asylbewerbern aus den Krisenländer, holt man sich die Probleme nur ins eigene Land. Hat schon mal jemand darüber nachgedacht, warum die Menschne sich da gegenseitig töten? Vielleicht fehlende Bildung und Strukturen!!? Hier müssen ganz andere Lösungsansätze her. Wer gibt den Flüchtlingen denn hier eine Perskpektive? Keiner, weil die Politik das auch nicht zu Ende gedacht hat. Denken sie mal darüber nach!

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