erweiterte Suche
Sonntag, 16.09.2018

Papst „adelt“ Wallfahrtskirche Wechselburg

Blick auf die Basilika und das kleine Schloss auf dem Kloster Wechselburg. Hier leben derzeit sieben Benediktinermönche, die zur bayerischen Abtei Ettal gehören.
Blick auf die Basilika und das kleine Schloss auf dem Kloster Wechselburg. Hier leben derzeit sieben Benediktinermönche, die zur bayerischen Abtei Ettal gehören.

© dpa/Jan Woitas

Dresden. Die Wallfahrtskirche in Wechselburg (Mittelsachsen) ist seit Sonntag „geadelt“. Papst Franziskus hat ihr zum 850-jährigen Bestehen den Ehrentitel „Basilika minor“ verliehen, wie das Ordinariat des Bistums Dresden-Meißen mitteilte. Damit werden bedeutungsvolle Kirchen ausgezeichnet, bisher weltweit rund 1500 und in Deutschland nun 77. Es ist die erste in Sachsen sowie in den ostdeutschen Bundesländern außerhalb Berlins. Bisher bezog sich die Bezeichnung Basilika für Wechselburg lediglich auf den romanischen Baustil des Gebäudes, so das Ordinariat.

Bischof Heinrich Timmerevers hatte eine Bitte der Mönche des Benediktinerklosters unterstützt und die Deutsche Bischofskonferenz dem Antrag zugestimmt. „Ich freue mich über die Wertschätzung“, sagte der Bischof zur Verleihung des Titels, der Verpflichtung und Ansporn sei.

In dem vor 25 Jahren von Mönchen aus der Benediktinerabtei Ettal (Bayern) wiederbelebten Kloster Wechselburg leben aktuell vier Ordensmänner. Neben der Kirche im sorbischen Rosenthal ist die Basilika einer der beiden Wallfahrtsorte des Bistums Dresden-Meißen.

Die erste „Basilika minor“ war 1897 Vierzehnheiligen in Oberfranken (Bayern). Die meisten dieser päpstlichen Basiliken bundesweit stehen im Erzbistum Köln sowie in den Bistümern Trier und Augsburg. (dpa)