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Mittwoch, 09.12.2009

Martin Gillo neuer Ausländerbeauftragter in Sachsen

Der frühere sächsische Wirtschaftsminister Martin Gillo (CDU) ist neuer Ausländerbeauftragter des Freistaates.

Dresden - Für den 64-Jährigen stimmten am Mittwoch im sächsischen Landtag in Dresden 104 Abgeordnete. Wie zuvor angekündigt erhielt der CDU-Abgeordnete auch Stimmen aus der Opposition.

Dem sächsischen Landtag gehören 132 Vertreter an, 58 Sitze entfallen auf die CDU. Der gebürtige Leipziger Gillo folgt der langjährigen Ausländerbeauftragten Friederike de Haas (CDU), die nicht mehr dem sächsischen Landtag angehört. Das Mandat im Parlament ist Voraussetzung für das Amt.

Gillo besitzt die US-amerikanische und die deutsche Staatsbürgerschaft. In einer ersten Reaktion begrüßte die sächsische SPD-Fraktion die Wahl. Zugleich forderte sie den neuen Ausländerbeauftragten auf, „endlich ein Integrationskonzept voranzubringen“. Migranten müssten mehr Mitsprache in Politik und Gesellschaft erhalten, hieß es. Spürbare Verbesserungen müssten für die „unter schwierigsten Bedingungen lebenden Asylbewerber“ erreicht werden.

Gillo verbrachte seine Kindheit und Jugend in Niedersachsen. Später studierte er in den USA und kam 1996 als Geschäftsführer und Personaldirektor des US-Chipunternehmens AMD nach Dresden. Von 2002 bis 2004 war Gillo sächsischer Wirtschaftsminister. (ddp)