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Dienstag, 12.06.2018

Leipzig will die Sperrstunde abschaffen

Blick auf die Innenstadt von Leipzig
Blick auf die Innenstadt von Leipzig

© dpa

Leipzig. Die Leipziger Verwaltungsspitze hat den Weg für eine Abschaffung der Sperrstunde in Kneipen, Clubs und Gaststätten der Stadt frei gemacht. Dadurch solle der Entfaltung künstlerischer Events Raum gegeben werden, sagte Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) am Dienstag in Leipzig. Bislang müssen Gaststätten und Vergnügungslokale in der Messestadt zwischen fünf und sechs Uhr morgens ihre Türen schließen. Der Leipziger Stadtrat hatte sich Ende Februar auf einen Antrag von Grünen, Linken und SPD mit deutlicher Mehrheit für eine Abschaffung der Sperrstunde ausgesprochen.

„Einschränkungen in der Sperrzeit führen in der Regel nur zum Ausweichen auf illegale Open-Air-Veranstaltungen in Wäldern und Parks“, so die Stadtverwaltung zur Begründung. Ohne Aufhebung der Sperrzeit werde die Zahl dieser Veranstaltungen nur weiter zunehmen. Bedingung für die Aufhebung sei das Vorliegen eines öffentlichen Bedürfnisses oder besondere örtliche Verhältnisse, hieß es weiter. Die Antragsteller hätten glaubhaft gemacht, dass diese vorlägen.

Rosenthal sagte, in Leipzig habe sich in den vergangenen Jahren eine vielfältige Clubkultur entwickelt. Die dabei regelmäßig stattfindenden Clubevents setzten „eine enorm lange Veranstaltungsdauer“ voraus. Nach dem Beschluss der Verwaltungsspitze ist den Angaben nach nun erneut der Stadtrat zuständig, um eine entsprechende Rechtsverordnung zu erlassen. (epd).

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