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Donnerstag, 01.06.2017

Häfner wird neuer OLG-Präsident

In einer Mail an die Mitarbeiter gibt der Präsident des Landgerichts Dresden seine Beförderung bekannt.

Von Karin Schlottmann

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HäfnerFoto: dpa
HäfnerFoto: dpa

© zb

Gilbert Häfner wird neuer Präsident des Oberlandesgerichts Dresden. Der 62-Jährige wird Nachfolger von Ulrich Hagenloch, der zum 1. Dezember in den Ruhestand geht. In einer E-Mail informierte Häfner die Mitarbeiter des Landgerichts am Mittwoch darüber, dass Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) die Entscheidung getroffen und der Präsidialrat zugestimmt habe.

Häfner kommt ursprünglich aus der baden-württembergischen Justiz. Anfang der 1990er-Jahre wechselte er nach Sachsen. Er war Zivilrichter sowie Abteilungsleiter im Justizministerium. Im Januar 2012 hat er die Leitung des Landgerichts Dresden übernommen. Dem MDR-Publikum ist Häfner als Ratgeber für Verbraucherfragen bekannt. Seit 15 Jahren tritt er in der TV-Sendung „MDR um vier“ als Rechtsexperte auf.

Häfner bat die Mitarbeiter um Verständnis, dass er sich bisher nicht zu dem geplanten Wechsel äußern konnte – „auch wenn die Gerüchteküche schon seit geraumer Zeit brodelt“. Die Entscheidung, sich als OLG-Präsident zu bewerben, sei ihm wegen der engagierten Mitarbeiter nicht leicht gefallen. Das Oberlandesgericht Dresden ist auf Landesebene das höchste Gericht in Zivil-, Straf- und Familiensachen. Zu seinem Bezirk gehören die fünf Landgerichte Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zwickau und Görlitz sowie 25 Amtsgerichte.

Konkurrentenklagen um die Präsidentenstelle am OLG wird es nicht geben. Ob die Nachfolge am Landgericht Dresden ebenfalls ohne langwierige Prozesse geregelt werden kann, ist fraglich. In Justizkreisen heißt es, das Ministerium rechnet mit mehr als einer Bewerbung.

Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

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  1. Dietmar

    Eine gute Nachricht für VW und alle anderen Firmen, die in den Dieselskandal verwickelt sind! Nach den jüngsten Äußerungen des ehrenwerten Herrn Häfner "wo die Reise hingeht" haben VW&Co. zumindest in Sachsen nichts zu befürchten. Bemerkenswert ist, dass er dies ZU BEGINN der rund 100 Gerichtsprozesse am LG Dresden sagte. Da es sich hierbei um einen "Musterprozess" handelt, sind die Argumente der restlichen 99 Kläger für ihn anscheinend ohne Belang. Auch wenn unbeabsichtigt, lautet die Message an Wirtschaftskriminelle und Betrüger: "Kommt nach Sachsen, hier wird euch geholfen!"

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