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Freitag, 11.08.2017

„Gruppe Freital“: Kanaken und Zecken-Klatschen

Dresden. Mit der Auswertung von Chat-Protokollen und Telefonmitschnitten ist am Freitag am Oberlandesgericht in Dresden der Prozess gegen die rechtsextreme „Gruppe Freital“ fortgesetzt worden. In den Chats hatten sich die Angeklagten auch über die von ihnen verübten Anschläge ausgetauscht. Asylsuchende werden in der Regel als „Kanaken“ bezeichnet. Bei einem geplanten Angriff auf eine Demonstration von Linken ist vom „Zecken-Klatschen“ die Rede. Die Polizei hatte später die Anschlüsse mehrerer Angeklagter überwacht.

In dem Verfahren wird sieben Männern und einer Frau im Alter zwischen 20 und 39 Jahren unter anderem die Bildung einer terroristischen Vereinigung, versuchter Mord und die Herbeiführung von Sprengstoffexplosionen vorgeworfen. Die „Gruppe Freital“ wird für fünf Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte und politische Gegner im Jahr 2015 in Freital und Dresden verantwortlich gemacht. Der Prozess findet unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt. (dpa)