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Mittwoch, 10.10.2018

Fast 450 Schulen in Sachsen werden saniert

Insgesamt können die Kommunen etwa 200 Millionen Euro ausgeben. Bis 2022 müssen die Bauarbeiten aber fertig sein.

Von Andrea Schawe

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Die Grundschule Am Storchenbrunnen in Riesa während der Sanierung.
Die Grundschule Am Storchenbrunnen in Riesa während der Sanierung.

© Sebastian Schultz

Dresden. Moderne Sportanlagen, Schulerweiterungen und neue Brandschutztechnik: Fast 200 Millionen Euro investiert der Freistaat in Sachsens Schulen. Kultusminister Christian Piwarz und Umweltminister Thomas Schmidt (beide CDU) haben am Mittwoch die Investitionspläne an die Landkreise und kreisfreien Städte übergeben. „Wir unterstützen die Kommunen weiter dabei, die Schulen fit zu machen, damit wir beste Lehr- und Lernbedingungen schaffen“, sagte Piwarz.

Insgesamt wird in 447 Schulen investiert – das ist jede vierte. Städte und Gemeinden haben zusammen mit den Landkreisen entschieden, welche Gebäude saniert werden. Sie haben Baumaßnahmen für 175 Millionen Euro angemeldet. 20 Millionen Euro stehen als Reserve zu Verfügung. „So können wir auf gestiegene Baupreise reagieren“, sagt Umweltminister Schmidt. Sein Ministerium verwaltet das Investitionsprogramm. Bis Ende 2022 müssen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Die Aufteilung des Geldes erfolgt nach Schülerzahlen. Gefördert werden nur die Sanierung, der Umbau, die Erweiterung oder der Ersatzbau von Schulen. Neubauten werden nicht finanziert. In die Großstädte Dresden, Leipzig und Chemnitz fließen insgesamt 65,9 Millionen Euro. Die Landkreise erhalten 129,8 Millionen Euro. Die Landeshauptstadt investiert einen Großteil des Geldes in das Gymnasium Klotzsche. Außerdem soll das Gymnasium Dreikönigsschule saniert werden.

Die Bundesregierung hatte 2017 etwa 3,5 Milliarden Euro für den Schulhausbau zu Verfügung gestellt, davon gingen 178 Millionen nach Sachsen. Der Landtag hat diese Summe noch um zehn Prozent erhöht. Dazu müssen die Kommunen zusätzlich eigenes Geld investieren. Der Städte- und Gemeindetag lobte das Programm. „Lange hat der Freistaat gebummelt“, sagte der stellvertretende Geschäftsführer Ralf Leimkühler. Nun komme das Geld zeitnah und unbürokratisch möglichst vielen Kommunen zugute.

Leser-Kommentare

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Insgesamt 11 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. Franz

    Neue Schulen ohne Lehrer sind genauso sinnlos wie alte Schulen ohne Lehrer. Das Handwerk wird es der CDU danken. Am besten gleich eine denkmalgerechte Sanierung wie in den letzten Jahren. Vielleicht merkt das Handwerk bei diesen vielen schönen Aufträgen vom Land aber, dass keine Arbeitskräfte mehr da sind. Die Kosten für die Verbeamtung liegen bei 25 Mio. Euro die Gelder für die Sanierung der Schulen liegen bei 178 Mio. Euro. Einfach nur ohne Worte ....

  2. @Franz

    Und dein Lösungsansatz wäre welcher? Schulen erst sanieren oder bauen wenn genügend Lehrer ausgebildet, auf Grund der fehlenden Schulen aber keine Anstellung finden? Immer dieses Rumgenöle, Hauptsache man ist erst mal dagegen und klugscheißt ein bisschen herum.

  3. ole

    @1: 'Einfach nur ohne Worte' wäre besser gewesen. Was wollen Sie ausdrücken? Dass Sie noch nie eine unsanierte Schule mit ihren Annehmlichkeiten von innen gesehen haben? Dass Schulen und Lehrer Geld kosten? (Übrigens sind Schulgebäude und Hortbetreuung eine kommunale Angelegenheit und damit ziemlich unabhängig vom Lehrermangel. Und der Lehrermangel hat nur bedingt mit der CDU zu tun, da es ein deutschlandweites Problem ist. Mehr Geld hilft da sicher nicht allein. Auch Akzeptanz des Berufs. Und sicherlich kein AfD-Lehrerpranger.)

  4. Anmerkung

    Knapp 200 Millionen für über 400 Schulen - das macht eine knappe halbe Million pro Schule. Im Vergleich dazu: Die Stadt schätzt die Sanierungskosten für das Gymnasium Plauen auf 24 Millionen (meist wirds teurer). Die Förderquote beträgt also sage und schreibe ZWEI PROZENT. Dafür darf die Stadt dann groß aufs Bauschild schreiben: "Gefördert vom Freistaat Sachsen mit Mitteln des Bundes."

  5. Anmerkung

    @3 Der Lehrermangel in Sachsen hat was mit der Sparpolitik vom Land zu tun. Sachsen ist eines der wenigen Bundesländer, die ausreichend Lehrer ausbilden - aber man hat diese mit 20% niedrigeren Bezügen und restriktiver Einstellungspolitik vertrieben. Bleibt zu hoffen, dass man in diesem Punkt tatsächlich dazugelernt hat.

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