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Mittwoch, 27.08.2014

Ex-Linker Besier hält seine Partei für nicht regierungsfähig

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Prof. Dr. Gerhard Besier ist Theologe, Historiker und Politiker.
Prof. Dr. Gerhard Besier ist Theologe, Historiker und Politiker.

© dpa

Dresden. Der frühere sächsische Linke-Abgeordnete Gerhard Besier hat seinen einstigen Mitstreitern die Regierungsfähigkeit abgesprochen.

„Die Linke in Sachsen, angeführt von Rico Gebhardt, wäre gar nicht in der Lage, die Regierung zu übernehmen“, sagte er der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Ich sehe in diesen Reihen auch kaum jemanden, der ansatzweise ministrabel wäre.“ Grund für die Schwäche der Linken sei ihre Zerstrittenheit: „In der Linken herrscht ein andauernder Kampf: Jeder belauert jeden.“

Besier hatte schon im Juli in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa die Linksfraktion als „Intrigantenstadl“ bezeichnet. Er saß eine Legislaturperiode für die Linke im Landtag und hat seine Eindrücke nun in einem Buch verarbeitet. Der Band „Fünf Jahre unter Linken - Über einen Selbstversuch“ erscheint am 30. August.

Besier hatte im Frühjahr der Linken den Rücken gekehrt, nachdem es ihm bei einem Listen-Parteitag in Leipzig nicht gelungen war, einen aussichtsreichen Platz für die Landtagswahl zu ergattern. Danach arbeitete er Parteiloser in der Fraktion weiter. (dpa)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 8 Kommentare

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  1. Karlheinz

    Da hat der Herr Professor Besier die Lage richtig erkannt.

  2. Wähler

    Ein Professor, der keinen aussichtsreichen Listenplatz erhält und dann eben nachtritt. Demokratie scheint der Herr jedenfalls nicht zu verstehen. Viel interessanter ist doch, wie Herr Besier zu Scientology steht. Deswegen wurde er nämlich 2007 vom Kuratorium des Hanna Arendt Instituts entlassen!(einfach mal googlen) Warum ein studierter Theologe ausgerechnet für die Linke im Landtag sitzen muss, erschließt sich mir auch nicht. Oder ging es dem Professor nur um Öffentlichkeit und den Landtagssitz? Damit zweifle ich jedoch nicht an, dass er durchaus im Landtag gute Arbeit geleistet haben kann. Was sagen eigentlich seine Landtagsgenossen?

  3. Robert

    Da hat der Herr Professor Besier die Lage völlig verfehlt. Witzig ist, dass er mit dieser Erkenntnis und seinem "Abrechnungs-Buch" erst rauskommt, nachdem ihn die Partei aus guten Gründen nicht mehr aufgestellt hat. Bersier = ein beleidigter Verlierer, der mit seiner (demokratisch gewählten) Niederlage nicht klar kommt

  4. RiedelEbb

    Erst wurde der CDU-Fan und Kohl-Vertraute zum Linken und dort auch gleich mit einem Posten versorgt. Nun hat die Demokratie über seine Zukunft entschieden und das passt dem Neu-Linken nicht. Mal sehen, in welcher Fraktion er demnächst auftaucht. Früher nannten wir solche Leute Wendehälse.

  5. Brückenversenker

    Na da kann er doch jetzt mit Herrn Klawun eine Wahlgemeinschaft bilden

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