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Donnerstag, 06.08.2015

Elbe führt so wenig Wasser wie seit 51 Jahren nicht mehr

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Dresden. Die Elbe in Dresden führt derzeit so wenig Wasser wie seit 51 Jahren nicht mehr. Anfang August 1964 lag der Pegel nach Angaben des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) bei 47 Zentimetern, am Donnerstag wurde am Pegel Dresden ein Wasserstand von 55 Zentimetern gemessen.

„Wir haben derzeit eine Extremsituation“, erklärte LfULG-Sprecherin Karin Bernhardt. Die Pegelstände ließen sich allerdings nur bedingt vergleichen, weil die Elbe in den vergangenen Jahrzehnten ausgebaggert und damit tiefer wurde.

Die Hydrologen vergleichen daher die Durchflüsse der vergangenen Jahre. 1964 waren es 55,7 Kubikmeter pro Sekunde, am Donnerstag 65,8 Kubikmeter. Normal sind 340 Kubikmeter pro Sekunde oder ein Wasserstand von zwei Metern. (dpa)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 8 Kommentare

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  1. Frage

    Wieviel Wasser vedunstet denn in künstlichen Eiunbauten wie Stauseen oder Staustufen. Geben Stauseen derzeit eher Wasser ab oder wird das Wasser durch zurückhalten noch weiter verknappt? Also: Wie viel von dem derzeitigen Wasserstand resultiert aus dem aktuellen Wetter und wie viel aus dem aktuellen Handeln des Menschen? Ohne diese Infos sagen die genannten Zahlen nichts aus

  2. Wassermann

    Es ist doch unbestritten, das uns die Nachbarn elbaufwärts derzeit auf dem Trockenen halten. Es gab schon Situationen, wo die Sächsische Dampfschifffahrt mal einen "Schwall" Wasser gekauft hat. Derzeit kann oder will sie das nicht tun. Der Normalbürger freut sich über neue Ein- oder Ausblicke an unserer Elbe. Lieber mal kein Wasser im August als zuviel ....

  3. Antwort

    Leider sind die genannten 65,8 Kubikmeter/s für Dresden falsch. Am Pegel Usti, welcher gesteuert wird(Schreckenstein) ist laut cmhi.cz seit Tagen ein Durchfluß von 71-80 Kubik/s. Ebenfalls sieht man aus der Kurve wie gesteuert eingegriffen wird. Am Pegel Schöna fließen seit Tagen ca. 75-85 Kubik/s. Es verdunsten niemals ca. 10 Kubik/s auf dem Weg nach Dresden zudem es auch noch Elbzuflüsse gibt.

  4. matthias

    Ich denke, in Dresden fließt deshalb weniger Wasser pro Sekunde als in Schöna, weil das Flussbett breiter und das Gefälle geringer ist. Das der automatische Pegelmesser falsche Daten liefert, sehe ich nicht. Auf pla.cz/portal/sap/de/PC/ kann man auch ganz gut sehen, dass die Elbzuflüsse immer weniger Wasser führen. Ohne den kontrollierten Abfluss aus den Staustufen wäre wahrscheinlich noch weniger Wasser in der Elbe.

  5. Staubkorn

    Wieviel Millionen Tonnen Trinkbares Süsswasser werden pro Tag allein in diesem Land ins Klo gespült ?

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