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Sonntag, 12.08.2018

Das lästige Summen

Der Tisch im Freien ist gedeckt, schon sind sie da: Wespen und Hornissen. In diesem Jahr scheint es besonders viele dieser Tiere zu geben. Sachsens Umweltamt bekommt täglich Anrufe.

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Wenn Wespen im Anflug sind, kann ein Aufenthalt im Freien zur Tortur werden.
Wenn Wespen im Anflug sind, kann ein Aufenthalt im Freien zur Tortur werden.

© Frank Rumpenhorst/dpa

  • Wenn Wespen im Anflug sind, kann ein Aufenthalt im Freien zur Tortur werden.
    Wenn Wespen im Anflug sind, kann ein Aufenthalt im Freien zur Tortur werden.
  • Hornissen sind wegen ihrer Größe furchteinflösend. Doch ihr Stich ist nicht giftiger als der einer gewöhnlichen Wespe.
    Hornissen sind wegen ihrer Größe furchteinflösend. Doch ihr Stich ist nicht giftiger als der einer gewöhnlichen Wespe.
  • Bienen ernähren sich rein vegetarisch. Wespen hingegen fressen auch Tierisches und schauen deshalb gern am Essenstisch von Menschen vorbei. Sollte eine Biene dennoch einmal zustechen, ist das schmerzhafter als bei einer Wespe. Sie verlieren ihren Stachel und geben eine größere Menge Gift ab.
    Bienen ernähren sich rein vegetarisch. Wespen hingegen fressen auch Tierisches und schauen deshalb gern am Essenstisch von Menschen vorbei. Sollte eine Biene dennoch einmal zustechen, ist das schmerzhafter als bei einer Wespe. Sie verlieren ihren Stachel und geben eine größere Menge Gift ab.

Viele Sachsen sind in diesem Sommer wegen der Wespen und Hornissen besorgt. Das Umweltamt erreiche derzeit viele Anfragen zu dem Thema, teilte die Dresdner Behörde mit. Auch in Leipzig ist die Verunsicherung spürbar. „Seit Juni gehen täglich zahlreiche Anrufe zu Wespen und Hornissen beim Amt für Umweltschutz ein“, teilte die Stadt mit.

Neben Anrufen und Anfragen per E-Mail hätten in Leipzig auch Anträge zur Umsiedlung oder Beseitigung von Hornissennestern zugenommen. Vermutlich steige die Zahl der Anfragen bis September weiter - dann habe die Entwicklung der Nester ihren Höhepunkt, so die Stadt.

Dabei sind die Tiere laut der Dresdner Behörde harmlos. „Richtig ist, dass alle Wespenarten stechen können. Die Giftzusammensetzung ähnelt sich“, erklärte Christian König vom Umweltamt. Deswegen sei das Gift der Hornisse nicht gefährlicher als das anderer Wespen. Außerdem würden sie normalerweise nur den Bereich um ihr Nest verteidigen.

„Die meisten heimischen Wespenarten sind völlig friedfertig“, sagte auch die Leiterin des Leipziger Umweltamts. Zudem seien die Tiere nützlich: Im Garten sind sie natürliche Schädlingsbekämpfer, gehen auch auf die Jagd nach Fliegen und Mücken.

Was beim Anflug von Wespen wirklich hilft

Der Naturschutzbund Nabu rät im Umgang mit den Tieren zur Ruhe. Wenn Wespen oder Hornissen in der Nähe seien, sollte sich weder hektisch bewegt noch gepustet werden. Im Freien sei es ratsam, Nahrungsmittel abzudecken. Außerdem könnte in etwa fünf bis zehn Metern Abstand zum Tisch abgestelltes Essen die Insekten ablenken.

Laut Leipziger Umweltamt unterliegen grundsätzlich alle Wespenarten dem Naturschutzgesetz. Sie dürfen weder gefangen, verletzt oder getötet noch ihre Nester zerstört werden. Ausnahmen gelten, wenn Gefahr besteht - beispielsweise für Kinder oder Allergiker. Laut der Krankenkasse Barmer sind mehr als 122 000 Sachsen von einer Insektengift-Allergie betroffen.

Wie hoch die Zahl der Tiere in diesem Sommer tatsächlich ist, ist laut einem Nabu-Sprecher schwer zu sagen. Ohne regelmäßiges Monitoring fehle der Vergleich. Generell ist der diesjährige Sommer aber ideal für Wespen. Die Tiere profitierten von der Wärme und der Trockenheit, so die Bundesarbeitsgruppe für Hautflügler vom Nabu. Da die Schafskälte im Juni und Überflutungen ausblieben, seien viele Nester stark geworden.

Jährliche Schwankungen sind laut Leipziger Umweltamt nicht ungewöhnlich. Auch 2015 habe es wegen der warmen und trockenen Witterung mehr Wespen und Hornissen gegeben als in den Vorjahren. (dpa)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 7 Kommentare

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  1. Alexa

    Einzig und allein besorgt scheint der Reporter zu sein das er am Sonntag nischt aufs Papier bringt.Und da müssen die Wespen herhalten,derer es jedes Jahr im Sommer ein gefühltes Massen aufkommen gibt.Und wozu braucht man ein Wespenmonitoring?

  2. Thomas Rosenberg

    In ein etwas dickeres, mittelgroßes Glasgefäß (z. B. leeres und sauberes Marmeladenglas) eine Meßlöffel Kaffepulver füllen und das Kaffepulver anzünden. Das Glas auf den Tisch (im Freien) oder das Fensterbrett (bei weit geöffnetem Fenster) stellen. Der Kaffe verbrennt langsam wie Räuchermehl und der Geruch hält die Wespen auf Abstand. Bei größeren Tafeln entsprechend mehr Gläser aufstellen. Feuerfeste Untersetzer nicht vergessen.

  3. Hornissenmärchen

    In ersten Zeile unter der Überschrift sollte „Hornissen“ gestrichen werden, denn das Hornissen das gleiche (agressive auf Speisen und Getränke insbesondere süsses fixierte) Verhalten an den Tag legen würden, wäre mir neu. Es wäre höchstens möglich, dass sich eine Hornisse an den Tisch verirrt- um eine Wespe zu fressen.

  4. Hardy6712

    Ich habe beobachtet, dass morgens, wenn es noch kühl ist, kaum Flugaktivitäten dieser Viehcher stattfinden. Das dann die beste Zeit, die Ein- und Ausfluglöcher ihrer Nester im Baum mit Bauschaum auszusprühen. Erdwespen habe ich mit einem brennenden Benzin-Diesel-Gemisch recht erfolgreich bekämpfen können.

  5. die Susi

    Liebe SZ sie tun den Hornissen Unrecht, wenn sie hier schreiben, das Hornissen an meinen Kuchen wollen. Die jagen höchsten Wespen an der Kaffeetafel. Außer das die erschreckend groß sind, kommen die völlig harmlos daher. Einfach in Ruhe lassen und gut ist. Die Panikmache mit dem Geschreibsel hier ist kontraproduktiv.

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