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Freitag, 06.07.2018

Bauern erwarten Ertragseinbrüche bis zu 50 Prozent

Die Felder in Sachsen sind knochentrocken, die Lage ist teilweise dramatisch. Das Land will die Bauern unterstützen.

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Wegen der Trockenheit wird die Getreideernte in ganz Deutschland in diesem Jahr nicht gut ausfallen.
Wegen der Trockenheit wird die Getreideernte in ganz Deutschland in diesem Jahr nicht gut ausfallen.

© dpa/Ralf Hirschberger

Arzberg. Wegen der anhaltenden Trockenheit rechnen die sächsischen Bauern in diesem Jahr mit erheblichen Ernteausfällen bei Getreide. Regional differenziert werden die Erträge bei 30 bis 50 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt liegen, sagte der Präsident des Landesbauernverbandes, Wolfgang Vogel, am Freitag in Arzberg (Landkreis Nordsachsen). Wegen der großen Hitze und Dürre habe es einen außergewöhnlich frühen Erntebeginn gegeben. Die Körner seien nicht ausreichend gereift und viel zu klein.

Laut Statistischem Landesamt in Kamenz liegt das zehnjährige Mittel bei Getreide ohne Mais in Sachsen bei 6,76 Tonnen pro Hektar. In diesem Jahr haben die Bauern in Sachsen auf 379 000 Hektar Getreide angebaut. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anbaufläche für Getreide um 4500 Hektar erhöht.

Unterdessen hat das Land Sachsen den Bauern Hilfe angeboten. Die sächsischen Finanzämter werden die Belange der betroffenen Landwirte angemessen berücksichtigen, hieß es aus dem zuständigen Ministerium. So können fällige Steuern gestundet oder Vorauszahlungen herabgesetzt werden.

Außerdem sei seit dem 1. Juli die Nutzung brachliegender Flächen zur Futtergewinnung oder zur Beweidung mit Tieren zugelassen, sagte Agrarminister Thomas Schmidt (CDU). Dazu sei lediglich eine Anzeige des Landwirts bei der Außenstelle des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie nötig, die sofort genehmigt werde.

Wegen der Trockenheit vor allem in Nord- und Ostdeutschland wird die Getreideernte in ganz Deutschland in diesem Jahr nicht gut ausfallen. Mit 41 Millionen Tonnen wird der Ertrag unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre von knapp 48 Millionen Tonnen liegen, wie der Deutsche Bauernverband mitteilte. (dpa)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 11 Kommentare

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  1. Talbewohner

    Wenn unsere Landesregierung ihr Pro-Kohleverstromungs- und Nicht-Verkehrskonzept fortsetzt und diese oder andere Klimawandelignoranten gewählt werden, braucht man sich auch nicht mehr beschweren wenn das Klima so wird, wie es die Klimamodelle bei weiterhin hohem CO2 Ausstoß vorhersagen. Langanhaltende Trockenheit + Starkregen so sieht das Ergebnis des Klimawandels aus.

  2. Graf von Henneberg

    Sehr geehrter Herr Talbewohner. Wussten Sie schon, daß Europa vor dem Beginn einer neuen Eiszeit steht. Es wurde nachgewiesenen, daß derartigen Ereignissen immer Warmperioden vorausgingen.

  3. Adrian

    Hallo Herr Henneberg. Mit Verlaub, Sie erzählen Unsinn. In der Physik gibt es keine Beweise. Die Physik kann nicht bewiesen werden. Ergo können Sie nicht schreiben, dass etwas nachgewiesen wurde. Auch ist Ihre Aussage keinesfalls von den Daten aus Eisbohrkernen gedeckt. Eine informative Seite dazu ist skepticalscience.com. Wenn Sie da nach "Are we heading into a new Ice Age?" Suchen finden Sie auch Antworten in Bezug auf eine kommende Eiszeit. mfg

  4. Dräsdnor

    Der CO2-Ausstoß in Deutschland sinkt, aber das nehmen im Tal wohnende Klimahysteriker nicht wahr.

  5. Frank

    " brachliegende Flächen" dafür haben doch die Bauern vom Staat Geld bekommen. Zum Thema, Ernteausfall gut und schön, aber der Bäcker ( 85 % ) kauft doch so schon die Backmischung aus China ein. Natürlich muß er nun / oder wieder die Preise für Brot und Brötchen erhöhen. Zu den armen Bauern Sie wird es schon überleben, der nächste große Regen kommt bestimmt. Ich denke die Menschen rund um Adorf sind da nicht so scharf drauf. 3 x Unwetter Elend Mai / Juni 2018 haben gereicht.

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