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Donnerstag, 17.05.2018

60 ungeklärte Mordfälle in Sachsen

Dresden. Mord verjährt nie: Genau deshalb steht vor den sächsischen Kriminalbeamten noch ein Berg von Arbeit, wie jetzt aus den Antworten von Innenminister Roland Wöller (CDU) auf eine parlamentarische Anfrage des Linksabgeordneten Enrico Stange hervorgeht.

Demnach kam es im Zeitraum von 1990 bis Jahresanfang 2018 in Sachsen zu insgesamt 1 655 Tötungsdelikten – darunter waren neben Fällen von Totschlag sowie Fällen von Körperverletzung, Brandstiftung oder Raub mit Todesfolge auch insgesamt 516 Morde. Obwohl die Aufklärungsquote bei Mordfällen gegenüber den Quoten bei anderen Straftaten vergleichsweise hoch ist, sind bis heute 60 Mordfälle noch unaufgeklärt, teilte der Minister mit. Das gelte auch für 30 von insgesamt 257 festgestellten Mordversuchen.

Die meisten Morde gab es in Sachsen mit 35 Fällen im Jahr 2000. Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang stieg deren Zahl im Vorjahr wieder auf 33. (SZ/gs)

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