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Mittwoch, 15.03.2017

Billigkopien im Netz erkennen

Ein Produktabklatsch von teuren Designer-Stücken lässt sich häufig schnell erkennen. Doch auch Fälschungen von Spielsachen und Medikamenten landen im Netz. Hier müssen Verbraucher genauer hinschauen.

Käufer bei der bestellung von im Internet angebotenen Medikamenten vorsichtig sein.
Käufer bei der bestellung von im Internet angebotenen Medikamenten vorsichtig sein.

© dpa

Kehl. Ob Designer-Handtaschen, Uhren oder edle Düfte: Gefälschte Luxusartikel im Internet erkennt man in der Regel am unrealistisch günstigen Preis. Doch immer öfter werden auch Plagiate von alltäglicheren Produkten wie Kosmetika, Medikamenten und Spielzeug im Netz angeboten, warnt das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz (ZEV) in Kehl. Ein Schnäppchen von einer Fälschung zu unterscheiden, ist in diesen Fällen nicht immer so leicht.

Wer den Namen des Produkts in eine Suchmaschine eingibt und Webseiten findet, die mit „super günstig“ und „versandkostenfrei“ werben, sollte laut ZEV vorsichtig sein. Denn das deutet den Experten zufolge auf eine betrügerische Seite hin. Außerdem können Verbraucher auch checken, ob der Online-Verkäufer auf der Internetseite des Markenherstellers als offizieller Händler angeführt ist, oder ob vielleicht sogar vor ihm gewarnt wird.

Im Zweifel kann es auch helfen, den Auftritt des Händlers genauer unter die Lupe zu nehmen: Verbraucher sollten bei schlechtem Design des Firmenlogos und der Webseite sowie bei fehlerhafter Sprache und qualitativ mangelhaften Fotos auf der Seite stutzig werden.

Auch wenn es manchmal mühsam ist: Wer die Allgemeinen Geschäftsbedingungen mit Blick auf Verbraucherrechte liest, kann sich auch vor Produktfälschungen schützen. Das gilt auch für Kundenbewertungen. Außerdem sollten Zahlungsmethoden ausgewählt werden, bei denen man das Geld zurückbuchen kann - etwa per Kreditkarte, rät das ZEV.

Wer trotz Vorsicht auf eine Produktfälschung hereingefallen ist, sollte laut Experten sofort versuchen, sein Geld zurückholen und den Kauf widerrufen. Das ist innerhalb von 14 Tagen nach der Bestellung möglich. Zudem sollten Verbraucher sich an die Polizei oder den Hersteller wenden, damit diese gegen die Produktpiraterie vorgehen können. Strafrechtliche Konsequenzen müssen Käufer laut Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM) nicht fürchten. (dpa)