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Donnerstag, 27.04.2017

Zwei Jahrzehnte auf 42,195 Kilometern

Der Oberelbe-Marathon feiert am Sonntag runden Geburtstag – mit gut 6 000 Läufern auf fünf Distanzen und bewegenden Geschichten.

Von Tino Meyer

Zwischen dem Start in Königstein und dem Biss in die Finisher-Medaille im Dresdner Steyer-Stadion – hier vom Vorjahressieger Marc Schulze – liegen viel Natur und auch ein paar Höhenmeter.
Zwischen dem Start in Königstein und dem Biss in die Finisher-Medaille im Dresdner Steyer-Stadion – hier vom Vorjahressieger Marc Schulze – liegen viel Natur und auch ein paar Höhenmeter.

© Daniel Förster

Manchmal muss er sich selbst kneifen. 20 Jahre sind eine lange Zeit, und mitlaufen ist für Uwe Sonntag kein Thema mehr. Bei der dritten Auflage, im Jahr 2000 war das, hat er mal den Halbmarathon bestritten, 2001 als Helfer beim VVO-Oberelbe-Marathon angefangen und seitdem immer mehr Aufgaben übernommen. Inzwischen ist Sonntag der Gesamtleiter und das Rennen immer mehr gewachsen. Am Laufsonntag alles zu koordinieren, kommt einer organisatorischen Meisterleistung gleich. Allein schon diese Logistik!

Anders als bei Marathons mit Rundkursen muss das Teilnehmerfeld ja erst mal zum Start nach Königstein oder zur Halbdistanz nach Pirna und das Gepäck nach dem Loslaufen irgendwie ins Ziel. „Wir sind ein richtig eingespieltes Team. 25 Leute, die genau wissen, worauf es ankommt. Dazu kommen am Veranstaltungstag noch mal rund 500 Helfer“, sagt Sonntag, selbst leidenschaftlicher Landschaftsläufer und gern im Weißiger Hochland und rund um den Borsberg unterwegs.

Tatsächlich ist es die Natur, die den Unterschied ausmacht und den Oberelbe-Marathon so besonders – seit nunmehr zwei Jahrzehnten. „Das bestätigen uns die Teilnehmer immer wieder. Natürlich haben die reinen Städtemarathons ihren Reiz. Bei uns gibt es beides“, sagt Sonntag. Er meint die Ausläufer das Naturschutzgebiets Sächsische Schweiz entlang des Elberadwegs bis zu den Elbwiesen sowie den Abstecher durch Pirnas Altstadt und die letzten zwei Kilometer auf dem Dresdner Terrassenufer ins Ziel im Steyer-Stadion. Dann sind sie geschafft, der Marathon, seine Teilnehmer und Sonntag gleichermaßen. Wie lange er das noch machen will? „Ach“, sagt er, „darüber habe ich nicht nachgedacht. Solange so viele Läufer immer wiederkommen …“

An diesem Sonntag sind es rund 6000 aus über 30 Nationen, die dem Oberelbe-Marathon zum 20-Jährigen gratulieren. Anlass genug für einen Rückblick mit Anekdoten aus zwei bewegenden Jahrzehnten.