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Samstag, 11.08.2018

Zuwachsende Bäche – eine Gefahr bei Hochwasser?

SZ-Leser beobachten mit Sorge das Verkrauten im Niedrigwasser der Flussläufe in Kamenz. Andere freuen sich über die wieder hergestellte Grün-Ordnung.

Von Frank Oehl

Auch der sanierte Bachlauf des Langen Wassers im Kamenzer Herrental krautet mehr und mehr zu. Leser befürchten hier und auch anderswo, dass die Gewächse zur Wasserstaufalle bei zu erwartenden Wolkenbrüchen werden könnten.
Auch der sanierte Bachlauf des Langen Wassers im Kamenzer Herrental krautet mehr und mehr zu. Leser befürchten hier und auch anderswo, dass die Gewächse zur Wasserstaufalle bei zu erwartenden Wolkenbrüchen werden könnten.

© Matthias Schumann

Kamenz. Das Klima und die hitzegeschwächte Natur sind dieser Tage immer wieder ein Thema am Lesertelefon. Mit unterschiedlicher Intention. Matthias Argus aus Kamenz zum Beispiel beobachtet mit Sorgen die Verunkrautung des Bachlaufs im unteren Herrental: „Zwischen den Brücken sind große Büsche gewachsen. Es ist zu befürchten, dass diese bei Hochwasser nach Gewittern, die ja angesagt sind, zum Wasserstau führen.“ Hier müsste dringend was getan werden, meint der Leser.

Offenbar hat in der Tat das extreme Niedrigwasser zu Trockenstellen in den Flussläufen geführt, die aber wiederum ein ideales Biotop für Unkraut darstellen. Das Rathaus, so hört man, wird sich die Lage anschauen und gegebenenfalls reagieren. Erinnert wurde in diesem Zusammenhang durch SZ-Leser Albrecht Rother auch an die verunreinigten Gullys hier und dort. „Zum Beispiel an der

Kreuzung Feigestraße/Karl-Marx-Straße. Bei Wolkenbrüchen werden viele Gullys ihre Aufgabe gar nicht erfüllen können“, befürchtet der Leser.

Ein Lob an die Stadt will hingegen SZ-Leserin Lieselotte Schubert loswerden. „Am Jesauer Feldweg haben die kommunalen Dienste die Flächen gemäht. Nun sieht wieder alles sehr ordentlich aus. Auch das Elsterufer selbst.“ Das Dankeschön geben wir an dieser Stelle natürlich gern weiter. Und auch den gut gemeinten Hinweis aus dem Rathaus, dass es für eine Stadt wie Kamenz nur gut sein kann, wenn sich möglichst viele Bürger für die Ordnung hier und da engagieren. Oder auch für die Bewässerung von Gewachsenem im unmittelbaren Umfeld, auch, wenn es nicht zum Privateigentum gehört.