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Dienstag, 05.06.2018

Zum Fürst der Finsternis

Als Marilyn Manson seine Schock-Rockmusik in den 90ern in die Musik-Charts einspeiste, musste man aus heutiger Sicht gefühlt noch weniger drastisch vorgehen, um sein Publikum von den Sofasitzen zu reißen.

Marilyn Mansons beherrscht das düstere Handwerk des Furchteinflößens noch immer.Foto: PR
Marilyn Mansons beherrscht das düstere Handwerk des Furchteinflößens noch immer.Foto: PR

Trotzdem gilt der amerikanische Musiker noch immer als Schock-Garant. In einem Videoclip zerfleddert er gerne mal göttliche Buch-Botschaften, um dann einen Mann zu enthaupten, der Donald Trump relativ ähnlich sieht.

Ex-Diktator mit Pinsel

Und so bleibt der ehemalige Foto-Journalist mit der wütenden Stimme für die einen ein kommerziell erfolgreicher Psychopath oder Clown, für die anderen ein lautstarker Mahner in unbequemen Zeiten. „Mein Schmerz schämt sich nicht vor Wiederholungen“, singt Manson in einem seiner Lieder. Offenbar gibt es noch viel zu tun für den Mann, der sich früher zunächst als abstoßende Mensch-Maschine inszenierte, später als Diktator und seit einigen Jahren als zurückgezogener Maler. Das Konzert dürfte also spannend werden.

Wir vergeben zweimal zwei Freikarten – im Internet: www.augusto-online.de/verlosung, mit Angabe von Name & Stichwort.

Marilyn Manson, 12.6., 19.30 Uhr, Junge Garde, Dresden; Tickets 56,65 Euro unter Tel. 0351 4864 2002