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Freitag, 13.07.2018

Zum Fotoshooting mit den Olympiahelden

In Oberbärenburg treffen Athleten aufeinander, die Sportgeschichte geschrieben haben. Und jeder kann dabei sein.

Von Mandy Schaks

Bob-Weltmeisterin Cathleen Martini machte mit Olympiamedaillengewinnern Francesco Friedrich (v.re.) und Nico Walther Selfies nach ihrer Rückkehr. Mit dabei Bob-Vierte Stephanie Schneider sowie Ex-Olympiasieger Harald Czudaj.
Bob-Weltmeisterin Cathleen Martini machte mit Olympiamedaillengewinnern Francesco Friedrich (v.re.) und Nico Walther Selfies nach ihrer Rückkehr. Mit dabei Bob-Vierte Stephanie Schneider sowie Ex-Olympiasieger Harald Czudaj.

© Daniel Förster

Osterzgebirge. Nach den Olympischen Winterspielen im Februar im südkoreanischen Pyeongchang ist vor den Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften 2020 in Altenberg: Die Kufensportler aus dem Osterzgebirge legten das beste Ergebnis in ihrer olympischen Geschichte hin. Und das hat sogar noch Potenzial. Der Pirnaer Bobpilot Francesco Friedrich wurde Doppelolympiasieger. Nico Walther, der in Altenberg aufwuchs und jetzt in Dresden lebt, schaffte auf Anhieb Silber im Viererbob, nachdem er zuvor im Zweierbob noch knapp an einem Podiumsplatz vorbeigerutscht war.

Den Erfolg für den BSC Sachsen Oberbärenburg, in dem vor ein paar Jahren Riesaer und Oberbärenburger Kompetenz im Kufensport gebündelt wurde, machten Stephanie Schneider und Axel Jungk komplett. Sie steuerte den Bob auf den vierten Platz, er kam im Skeleton auf Rang sieben. Das waren für die Einzelnen nicht nur schöne persönliche Erfolge, wenn nicht die größten ihrer Laufbahn. Das war auch beste Werbung für das Osterzgebirge. Sie alle trainieren auf der Rennschlitten- und Bobbahn in Altenberg, wo in rund anderthalb Jahren die WM ausgetragen wird. Diese Erfolge sollen jetzt in der Heimat noch einmal gefeiert werden, um zugleich Schwung zu holen für die nächste große Herausforderung 2020. Die Idee hatte der Altenberger Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) kurz nach den Olympischen Spielen. Zu den Sporttagen an diesem Wochenende in Oberbärenburg ist dazu Gelegenheit. Einer der Höhepunkte ist diesmal der Olympiatag. Kirsten will dabei am Sonnabendnachmittag gemeinsam mit Rainer Jacobus, Präsident des BSC Sachsen Oberbärenburg, und hoffentlich vielen, vielen Fans die Olympiahelden Friedrich, Walther, Schneider und Jungk ehren. „Kurz nach der Rückkehr aus Südkorea hatten die Sportler und Sportlerinnen so viele Termine wahrzunehmen, dass unser Gedanke war, ihnen erst mal etwas Ruhe im Kreise der Familien zu gönnen“, sagt Thomas Kirsten, „und die Ehrung einmal in ganz anderer Form und zu einem späteren Termin vorzunehmen.“ Das passiert nun am 14. Juli. Moderieren wird das große Kufen-Spektakel kein Geringerer als Marc Huster, fünffacher Weltmeister im Gewichtheben und Sportkommentator. Er kommt auch garantiert nicht allein.

In Oberbärenburg werden Sportlegenden aufeinandertreffen. Eingeladen sind jede Menge ehemals weltbeste Wintersportler. Die SZ nennt nur ein paar Namen von den Topathleten, die ihr Kommen bereits zugesagt haben. Mit dabei werden zum Beispiel sein Bob-Olympiasieger Meinhard Nehmer, die Bob-Weltmeister Raimund Bethge, Cathleen Martini und Gabriele Kohlisch, die sich zudem noch die WM-Krone im Rennrodeln holte, Skeleton-Weltmeisterin Diana Sartor und ihr Mann Steffen, Weltmeister im Rennrodeln. Auch prominente Biathleten wie Olympia-Medaillengewinner Eberhard Rösch oder Carsten Heymann, Silbermedaillengewinner bei Weltmeisterschaften, werden dabei sein. Und wer wissen will, was die deutschen Bobs so schnell macht, kann Chef-Mechaniker Bernd Steinecker und den international anerkannten Altenberger Eismeister Ralf Mende fragen. „So viele prominente Sportler sieht und erlebt man nicht alle Tage“, freut sich Bürgermeister Kirsten, „und sicher kommen auch alle Autogrammjäger auf ihre Kosten.“

Die Olympiahelden werden am Sonnabend, 14. Juli, auf dem Festgelände am Waldsportplatz um 15 Uhr geehrt. Dazu werden weitere Welt- und Europameister erwartet.