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Donnerstag, 11.10.2018

Zu wenig Grundwasser

Wegen der langen Trockenheit kann das Werk in Paudritzsch weniger Trinkwasser fördern. Das hat Konsequenzen.

Von Heike Heisig

Symbolbild: Die Einwohner der Harthaer Ortsteile sowie einiger Leisniger Ortschaften bekommen ihr Trinkwasser vorübergehend aus der Jahnaaue. Bisher kam es aus dem Wasserwerk Paudritzsch. Doch dort gibt es im Moment Probleme.
Symbolbild: Die Einwohner der Harthaer Ortsteile sowie einiger Leisniger Ortschaften bekommen ihr Trinkwasser vorübergehend aus der Jahnaaue. Bisher kam es aus dem Wasserwerk Paudritzsch. Doch dort gibt es im Moment Probleme.

© Daniel Reinhardt / dpa

Leisnig/Hartha. Die Einwohner der Harthaer Ortsteile Wendishain und Lauschka sowie der Leisniger Ortschaften Minkwitz und Meinitz bekommen ihr Trinkwasser vorübergehend aus der Jahnaaue. Bisher kam es aus dem Wasserwerk Paudritzsch. Doch dort gibt es im Moment Probleme.

Grund dafür ist die anhaltende und extreme Trockenheit in diesem Sommer. „Dadurch“, erklärt Siegmar Rüdrich, Gruppenleiter bei der Oewa Wasser und Abwasser GmbH, „ist das Wasserwerk Paudritzsch an seine Kapazitätsgrenze gekommen.“ Erst nach einer längeren Regenzeit oder reichlich Schnee könne sich der Grundwasserspiegel im Brunnen-Einzugsgebiet Paudritzsch/Leisnig wieder stabilisieren. Ist das der Fall, werde die Oewa die Verbraucher auch in den genannten vier Ortsteilen wieder mit dem Trinkwasser aus Paudritzsch versorgen. Wann das der Fall sein wird, ist gegenwärtig nicht abzuschätzen. Die Oewa ist im Auftrag des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz unter anderem für die Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung des Wassers zuständig.

„An der Qualität des verteilten Trinkwassers hat sich überhaupt nichts verändert. Alle Parameter entsprechen der Trinkwasserverordnung, sodass das Wasser wie gewohnt ohne Bedenken direkt zu Hause aus dem Wasserhahn gezapft werden kann“, sagt Siegmar Rüdrich.

Eine Veränderung hat sich durch die Umstellung dennoch ergeben: Das Wasser aus der Jahnaaue ist mit 30 Grad deutscher Härte (dH) härter als das aus dem Wasserwerk Paudritzsch mit 14,5 Grad dH. Trotzdem gilt sowohl das Wasser aus der Jahnaaue als auch aus Paudritzsch als hart. Siegmar Rüdrich rät, dies bei der Einstellung bei Geschirrspülmaschinen oder hauseigenen Wasserenthärtungsanlagen zu berücksichtigen. Möglicherweise muss da nachreguliert und dies später zurückgesetzt werden.

Gemäß Wasch- und Reinigungsmittelgesetz wird nach drei Härtebereichen unterschieden: weich, mittel und hart. Doch: Die Härte des Wassers habe nichts mit der Qualität des Trinkwassers und damit des Lebensmittels Nummer eins in Deutschland zu tun, versichert Rüdrich. (DA/sig)