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Sonntag, 13.05.2018

Zschachwitz profitiert vom Feldverweis

Gegner Helios hält die Partie lange Zeit offen. Erst eine Undiszipliniertheit bringt die Blau-Weißen auf die Siegerstraße.

Von Jens Jahn

Der Zschachwitzer Adam Grohmann kommt vor Marcus Rinke vom SV Helios an den Ball.
Der Zschachwitzer Adam Grohmann kommt vor Marcus Rinke vom SV Helios an den Ball.

© Juergen Loesel

Drei Spieltage vor dem Saisonhalali musste der TSV Rotation im Kampf um den Staffelsieg einen Dämpfer einstecken. Gegen den Post SV gab es nach einer 2:0-Führung am Ende nur ein 2:2-Remis. Trainer Stefan Zock hatte zuvor seine Spieler noch gewarnt: „Wir haben zwar einen beruhigenden Vorsprung auf Zschachwitz, aber Stadtmeister und damit Aufsteiger in die Landesklasse sind wir noch nicht. Jeder Gegner macht gegen uns noch einmal zusätzliche Kräfte frei, das hat man heute gegen Post deutlich gesehen.“

Sieben Punkte liegen die Rotationer vor den letzten drei Spieltagen vor Blau-Weiß Zschachwitz. Der Tabellen-Zweite kam gegen Helios zu einem 3:0-Erfolg. Das Ergebnis sieht dabei deutlicher aus, als es der Spielverlauf war. Selbst Blau-Weiß-Coach Jürgen Fischer brach für den Gegner eine Lanze: „In der ersten Halbzeit war Helios klar besser. Da hätten sie führen müssen. Nach der Pause haben sie sich mit einem Platzverweis selbst geschwächt, und wir haben die Unterzahl sofort ausgenutzt.“

Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel leistete sich Yuri Moraes eine Undiszipliniertheit. Nach einer Gelben Karte beleidigte der Ex-Laubegaster den Schiedsrichter und sah glatt Rot. „Das geht gar nicht. So eine Unbeherrschtheit kann man sich nicht leisten“, schimpfte Helios-Trainer Sebastian Böhme und kündigte an: „Es ist nicht das erste Mal, dass Yuri so abgeht. Dafür wird es Konsequenzen geben.“ Dieser Feldverweis war der Knackpunkt in dieser Partie. Da auch Marcel Courtois De Hurbal mit muskulären Problemen ausgewechselt werden musste, stellte Böhme die Mannschaft um: „Zschachwitz hat die Unsicherheiten in den ersten Minuten unserer Umstellung eiskalt ausgenutzt. Da sind sie halt clever. Zumal wir nur Lars Grell als etatmäßigen Spieler der ersten Mannschaft auf der Wechselbank sitzen hatten.“

Als zweiter Einwechsler saß der mittlerweile 55-jährige Andreas Hoy auf der Bank. Er bekam sogar noch zehn Minuten Spielzeit. Da war die Begegnung aber bereits entschieden. Steffen Voigt hatte innerhalb von sieben Minuten mit zwei Treffern den Zschachwitzer Sieg klargemacht. „Da haben wir schlecht verteidigt. Voigt setzt sich gegen zwei Gegenspieler und den Torwart durch. Das darf so nicht passieren. Ansonsten waren wir bis zur Herausstellung mindestens auf Augenhöhe, haben dann den Punktgewinn selbst hergeschenkt“, zog Böhme sein Fazit.

Noch offen ist die Suche nach dem zweiten Absteiger. Während die Sportfreunde Nord bereits die Koffer in Richtung Stadtliga A packen können, kämpfen der FV 06 Laubegast II sowie Eintracht Dobritz noch um den Klassenerhalt. Die besseren Karten hat momentan Dobritz, doch nur drei Punkte Vorsprung auf die Laubegaster Landesklasse-Reserve geben längst keine Sicherheit. Zumindest gab es am Sonntag mit dem 0:0 gegen den VfB Hellerau-Klotzsche nach acht Niederlagen in Folge wieder einmal einen Punktgewinn. Laubegast II und die Sportfreunde Nord kassierten hingegen hohe Pleiten. Die Sportfreunde hielten gegen Radeberg bis zur 54. Minute immerhin einen knappen 3.4-Rückstand, der FV II lag beim TSV Cossebaude bereits nach drei Minuten mit 0:2 im Hintertreffen.

In den anderen Vereinen der Stadtoberliga laufen schon die Planungen für die nächste Saison. Beim FV Süd-West wird es einen Wechsel auf der Trainerposition geben. Tony Fischer und Co-Trainer Michel Grabs werden auf eigenen Wunsch zurücktreten. Mit Thomas Voigt und Denny Leibner kehren zwei Urgesteine des FV an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Voigt war vor einigen Jahren schon Spielertrainer bei Süd-West, wechselte 2016 zu Gebergrund Goppeln. Leibner hatte 2016 seine Laufbahn als Spieler gänzlich ad acta gelegt, hatte sich zuvor jahrelang als Torjäger in der achten Liga einen Namen gemacht.

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