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Donnerstag, 11.10.2018

Zoo verliert zwei Pinguine

Die Tiere starben vor wenigen Wochen. Mit der einstigen mysteriösen Seuche soll das nichts zu tun haben.

Von Juliane Richter

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Keime im Pinguinbecken haben der Gruppe vor Jahren stark zugesetzt. Mehr als 40 Tiere waren gestorben. Nun gibt es wieder zwei Todesfälle. Mit dem Wasser haben sie aber nichts zu tun.
Keime im Pinguinbecken haben der Gruppe vor Jahren stark zugesetzt. Mehr als 40 Tiere waren gestorben. Nun gibt es wieder zwei Todesfälle. Mit dem Wasser haben sie aber nichts zu tun.

© Meinig

Im Dresdner Zoo sind wieder zwei Pinguine verstorben. Wie Kurator Matthias Hendel bestätigt, erlag ein erwachsenes Tier im August einem Leberschaden. Ein Jungtier starb vor wenigen Wochen an einer Pilzerkrankung. „Die Jungvögel haben oft Probleme in der Übergangsphase vom Gefüttertwerden zur Selbstversorgung“, sagt Hendel. Das Tier sei letztendlich so geschwächt gewesen, dass es sich auch nicht mehr von den Mitarbeitern füttern ließ. Schließlich musste es eingeschläfert werden.

Einen Zusammenhang zu der ominösen Seuche, die vor einigen Jahren mehr als 40 Tiere dahingerafft hatte, sieht Hendel definitiv nicht. Damals war der Zoo nach vielen Untersuchungen zu dem Schluss gekommen, dass die Keimbelastung im Wasser zu hoch war und zur Erkrankung sowie dem Tod der Tiere geführt hatte. Seit damals wird die Wasserqualität jedoch in kurzen Abständen kontrolliert und sei derzeit vollends in Ordnung. „Die zwei Todesfälle sind nichts Dramatisches. Wo Tiere leben, sterben auch Tiere“, sagt Hendel.

Die Pinguingruppe umfasst nun noch zwölf Tiere, darunter zwei Jungtiere, die in diesem Mai geschlüpft sind. Es waren die ersten Jungtiere seit der Seuche und dem Neuaufbau der Gruppe im Jahr 2015. Deren Elternpaar hatte schon im Vorjahr Küken ausgebrütet, die allerdings auch nach kurzer Zeit verstorben waren. „Je älter und erfahrener die Pinguine werden, desto größer sind auch die Überlebenschancen der Küken“, sagt Hendel dazu. Deshalb ist er zuversichtlich, dass die Zucht im kommenden Frühjahr noch besser klappt und dann auch mehr Jungtiere überleben. Ein Aufstocken der Gruppe mit Tieren aus anderen Zoos ist ihm zufolge derzeit nicht geplant – auch wenn die Anlage noch ausreichend Platz für Zuwachs bieten würde. Früher lebten mitunter um die 30 Tiere in der Anlage neben dem Pinguincafé.

Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

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  1. NoFear

    Ein bißchen mehr Recherche wäre gut gewesen. Gerade, wenn schon wieder Pinguine gestorben sind, sollte sich die "SZ" nicht darauf beschränken, lediglich einen leitenden Angestellten des Zoos zu befragen. Der Kurator ist sicherlich einer der Letzten, der negative Schlagzeilen zu seinem Arbeitgeber gebrauchen kann - entsprechend wird er der Presse gegenüber auftreten. Auf jeden Fall ist es keine gute journalistische Arbeit, lediglich mit einer Informationsquelle zu arbeiten. Wie soll ich als Leser wissen, was da genau passiert ist? Ehrlich gesagt, beunruhigt mich der Beruhigungsversuch des Herrn Hendel. Es wäre wünschenswert, wenn die "SZ" wenigstens an dem Thema dranbleiben könnte.

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