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Mittwoch, 25.07.2018 Fußball – Kreisoberliga

Ziel erreicht

Die Kreisoberligisten der Region haben ihre Vorstellungen umsetzen können – wenn auch mit gewissen Abstrichen.

Von Frank Korn

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Die Fußballer des Roßweiner SV (links Stephan Krondorf mit Stanley Steenbeck) konnten den Aufstieg und den Pokalsieg bejubeln. Das kleine Foto zeigt einen Zweikampf zwischen dem Ostrauer Alexander Süß (links) und dem Harthaer Toni Brabandt.
Die Fußballer des Roßweiner SV (links Stephan Krondorf mit Stanley Steenbeck) konnten den Aufstieg und den Pokalsieg bejubeln. Das kleine Foto zeigt einen Zweikampf zwischen dem Ostrauer Alexander Süß (links) und dem Harthaer Toni Brabandt.

© André Braun

  • Die Fußballer des Roßweiner SV (links Stephan Krondorf mit Stanley Steenbeck) konnten den Aufstieg und den Pokalsieg bejubeln. Das kleine Foto zeigt einen Zweikampf zwischen dem Ostrauer Alexander Süß (links) und dem Harthaer Toni Brabandt.
    Die Fußballer des Roßweiner SV (links Stephan Krondorf mit Stanley Steenbeck) konnten den Aufstieg und den Pokalsieg bejubeln. Das kleine Foto zeigt einen Zweikampf zwischen dem Ostrauer Alexander Süß (links) und dem Harthaer Toni Brabandt.
  • Das Foto zeigt einen Zweikampf zwischen dem Ostrauer Alexander Süß (links) und dem Harthaer Toni Brabandt.
    Das Foto zeigt einen Zweikampf zwischen dem Ostrauer Alexander Süß (links) und dem Harthaer Toni Brabandt.

Döbeln. Zweiter Platz, Aufstieg und Pokalsieg – dieses Saisonfazit des Roßweiner SV in der Fußball-Kreisoberliga kann sich sehen lassen. Und auch der sechste Rang des SV Ostrau 90 sowie der Klassenerhalt für den BC Hartha sind aller Ehren wert.

Dass für den Roßweiner SV der zweite Platz zum Aufstieg in die Landesklasse reichte, hat das Team von Gerd Hentzschel und Helge Möws dem Verzicht des BSV Einheit Frohburg zu verdanken. „Ich wäre schon gern Erster geworden, doch waren die Frohburger eben am Ende den einen Punkt besser“, erkennt Gerd Hentzschel an. Zwischenzeitlich gab es um den Aufstieg einige Verwirrung, doch die legte sich, und der RSV konnte als Tabellenzweiter aufsteigen. Zudem sicherten sich die Roßweiner den zweiten Kreispokalsieg in Folge, wobei man eben gegen Frohburg im Elfmeterschießen die besseren Nerven hatte. Hatte der RSV in der Hinrunde noch drei Niederlagen kassiert, so gab es in der Rückrunde nur eine. Die aber war für den Titelkampf entscheidend, denn es war das 0:1 in Frohburg. Für die Landesklasse sehen sich die Roßweiner gerüstet. „Die Mannschaft ist im Großen und Ganzen zusammengeblieben“, so Trainer Gerd Hentzschel. Den Abgängen von Ronny Singer und Christopher Hauswald, die beide nach Freiberg wechseln, sowie von Enrico Wlotzka, der im Winter nach Pirna ging, stehen die Zugänge von Sebastian Elsner, Sebastian Kaulich (beide Medizin Hochweitzschen) und Toni Messner (SV Marbach) gegenüber. Zudem rücken einige Spieler der A-Junioren in den Kader.

Ostrau setzt auf die Jugend

Die Mannen des SV Ostrau 90 hatten sich auf die Fahnen geschrieben, den vierten Platz aus dem Vorjahr zu verteidigen. Das ist mit Platz sechs nicht ganz gelungen, dennoch zeigt sich Trainer Mathias Donath nicht unzufrieden mit dem Saisonverlauf. „Wir haben das eine oder andere Achtungszeichen setzen können“, so Donath. Immerhin in einer Statistik ist die angestrebte Platzierung Realität. Mit nur einer Niederlage auf eigenem Platz haben sich die Ostrauer in der Heimtabelle Rang vier gesichert. Nicht ganz so gut lief es auswärts, wo der achte Platz zu Buche steht. Mit dem aus Tschechien stammenden Michal Brnicky hat der SV Ostrau den drittbesten Torschützen (gemeinsam mit Christian Geißler aus Frohburg) in seinen Reihen. Seine 19 Treffer waren wichtig für die Mannschaft. In der kommenden Saison wollen die Trainer Mathias Donath und André Wittig das Team verjüngen. „Wir müssen einen Umbruch einleiten und setzen deshalb verstärkt auf junge Spieler. Dabei nehmen wir auch den einen oder anderen Rückschlag in Kauf“, sagte Donath. Für die neue Saison stehen Lukas Bauer, der zum Döbelner SC gewechselt ist, und Lars Iltzsche (Karriereende) nicht mehr zur Verfügung. Neu im Kader sind Akteure aus der A-Jugend: Patrick Fromme, Tim Grübler und Florian Großmann. Zudem ist Leon Pech nach langer Verletzungspause wieder dabei.

Klassenerhalt, nur darum ging es dem BC Hartha, der als Aufsteiger kleinere Brötchen backen wollte. Letztendlich ist dieser Plan auch problemlos aufgegangen. Dabei profitierten die Harthaer aber vom Rückzug des SV Belgershain und des FC Grimma II. Dadurch reichte der vorletzte Platz, den der BC am Ende auch belegte. „Wir haben unser Ziel erreicht, wenn auch mit Abstrichen“, sagte Trainer Benjamin Bamburski, und spielt damit auf die doch etwas legere Einstellung seines Teams in der Schlussphase der Saison an. Mit nur einem Punkt mehr wäre Platz elf möglich gewesen, doch letztendlich sei es der Klassenerhalt, der zähle, so Bamburski. Auch für die neue Saison ist der Trainer optimistisch, dass dieses Ziel erreicht werden kann. Mit Maximilian Erbert, Christoph Claus und Florian Fehler haben sich drei Akteure abgemeldet. Neu ist Francesco Eschner (vereinslos), zudem rücken Willi Roitzsch und Tobias Naumann aus dem A-Juniorenteam in den Kader.

Aus Vierkampf wird Dreikampf

Zur Halbserie waren neben dem Roßweiner SV und dem BSV Einheit Frohburg noch zwei weitere Teams im Rennen um die Meisterschaft. Der SV Blau-Weiß Bennewitz und der SV Tresenwald Machern lagen mit jeweils 29 Punkten gleichauf. Diese vier Mannschaften hatten schon einen gehörigen Vorsprung von mindestens acht Punkten vor der Konkurrenz. Im Verlauf der zweiten Saisonhälfte mussten die Tresenwalder abreißen lassen, behaupteten aber ohne Probleme den vierten Platz. Frohburg, Roßwein und Bennewitz stritten weiter um den Platz an der Sonne. Trotz der besten Rückrundenbilanz aller Teams – neun Siege und drei Remis bei einer Niederlage – reichte es für die Roßweiner nicht ganz nach oben. Immerhin konnten sie aber die Bennewitzer mit einem Punkt Vorsprung auf Rang drei verweisen, auch dank eines 4:2-Erfolges in Bennewitz. Die Blau-Weißen hatten ebenfalls mit dem Aufstieg geliebäugelt, müssen aber nun einen neuen Anlauf nehmen.

Beim SV Regis-Breitingen, der dank der besseren Tordifferenz vor den punktgleichen Ostrauern Fünfter wurde, beginnt das Mittelfeld der Tabelle. Deutzen, Gnandstein und Geithain belegen die Ränge sieben bis neun. Der SV Chemie Böhlen schien zur Halbserie mit gerade neun Punkten und Tabellenplatz 13 stark vom Abstieg bedroht. Doch die Chemiker zogen sich mit starken 16 Punkten in der Rückrunde aus der Affäre. Burkartshain, Großsteinberg und Hartha brachten es am Ende auf 20 Zähler. Der Falkenhainer SV konnte zu seinen sieben Punkten aus der Hinrunde nur noch vier hinzufügen, und muss deshalb in die Kreisliga absteigen.