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Freitag, 19.10.2018

Zeit für einen neuen Wendepunkt

Im Dezember gelang dem HC Elbflorenz der erste Auswärtssieg in der 2. Liga. Jetzt geht es für das Schlusslicht zum selben Gegner.

Von Alexander Hiller

Mach es noch einmal, Henning: Im Dezember 2017 gelangen dem Kreisläufer sieben Tore bei der HSG Nordhorn-Lingen. Ob der 30-Jährige gegen denselben Gegner am Freitagabend spielt, lässt der Trainer aber noch offen.
Mach es noch einmal, Henning: Im Dezember 2017 gelangen dem Kreisläufer sieben Tore bei der HSG Nordhorn-Lingen. Ob der 30-Jährige gegen denselben Gegner am Freitagabend spielt, lässt der Trainer aber noch offen.

© kairospress

Der Mann weiß genau, wie es geht. nicht nur in der Theorie. Henning Quade absolvierte am 17. Dezember eines seiner besten Spiele im Dress des HC Elbflorenz bei der HSG Nordhorn-Lingen. Sieben Mal zielte er in jener Begegnung aufs Tor, sieben Mal musste der gegnerische Torhüter den Ball aus dem Tornetz holen.

Nur zehn Monate ist das her. Es war der erste Auswärtssieg in der Zweitligageschichte des HC Elbflorenz. Der Aufsteiger triumphierte damals mit 29:28. Zuvor hatte der damalige Aufsteiger in acht Auswärtspartien vergeblich auf einen Doppelpunktgewinn gehofft. Der Auftritt in Nordhorn-Lingen war also ein Wendepunkt. Fünf weitere Auswärtssiege folgten noch.

Genau jetzt wäre es wieder an der Zeit für einen solchen Wendepunkt. Der HC Elbflorenz hängt nach neun Spieltagen ohne Sieg am Tabellenende fest und tritt am Freitagabend wieder bei der HSG Nordhorn-Lingen an. Also wieder einmal Zeit für einen Galaauftritt von Quade?

Er will sich dazu nicht äußern, sondern voll auf das Spiel fokussieren. Der 1,96 Meter große Kreisläufer hat in der sportlichen Krise der Dresdner eigene Probleme – sportliche. Mit Norman Flödl hat sein Teamkollege auf dieser Position im internen Vergleich derzeit die Nase vorn, was die Spielanteile von Quade momentan ein wenig einschränkt. „Im Endeffekt haben wir auf dieser Position im Moment die wenigsten Probleme, weil wir zwei annähernd gleichstarke Akteure zur Verfügung haben. Bei einem derzeit starken Norman Flödl wird es aber schwer für Henning“, sagt Trainer Christian Pöhler.

„Mir ist allerdings nicht verborgen geblieben, dass er dort im Dezember ein Riesenspiel abgeliefert hat“, betont der Trainer und lässt sich deshalb die Option für einen längeren Einsatz des 30-jährigen Routiniers offen. Ein Geheimnis macht Pöhler auch darum, ob in der Vorbereitung auf das Duell am Freitag das Dezemberspiel mit all seinen positiven Emotionen eingeflossen sei. „Das bleibt intern“, sagt Pöhler knapp. Was wiederum auch ein Anzeichen dafür ist, wie angespannt die derzeitige Situation in Dresden beim Tabellenletzten ist. „Natürlich erinnern wir uns alle gern zurück. Doch jetzt ist jetzt“, sagt Pöhler. Und die Lage beinahe noch ernster.

„Wir haben ein Auswärtsspiel vor der Brust, bei dem wir nicht unbedingt die Bürde haben, gewinnen zu müssen“, erklärt Pöhler mit Verweis auf die Tabellenlage des Gastgebers. Mit 9:9 Zählern liegen die Niedersachsen auf Rang acht. „Wir wollen dort gewinnen. Und das will und muss ich auch von allen sehen“, verlangt der Coach.

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