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Samstag, 28.04.2018

Zecken-Alarm im Landkreis

Das Robert-Koch-Institut hat den Kreis Bautzen zum Risikogebiet erklärt. Und es wird zur Vorsorge-Impfung geraten.

Das Robert-Koch-Institut hat den Landkreis Bautzen zum Zecken-Risikogebiet erklärt.
Das Robert-Koch-Institut hat den Landkreis Bautzen zum Zecken-Risikogebiet erklärt.

© dpa

Bautzen. Die Gefahr, sich bei einem Zeckenbiss mit der nicht zu unterschätzenden Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zu infizieren, ist ab sofort auch im Landkreis Bautzen so groß, dass das Robert-Koch-Institut den Kreis jetzt zum offiziellen Risikogebiet erklärt hat. In einer Ende der Woche veröffentlichten Übersicht, sind in Sachsen drei Kreise hinzugekommen. Neben Bautzen auch Zwickau und der Erzgebirgskreis – Regionen, die an bekannte Risikogebiete in Tschechien grenzen oder zumindest in unmittelbarer Nähe liegen, so das Institut. Die Mediziner gehen damit davon aus, dass die mit den Krankheitserregern belasteten Zecken aus diesen Gebieten eingewandert sind. Bereits seit 2014 galt der Vogtlandkreis als Risikogebiet.

Die Experten der zum Robert-Koch-Institut gehörenden Ständigen Impfkommission raten nun zur Vorsorge-Impfung auch im Kreis Bautzen. Laut der Kommission waren immerhin 97 Prozent der 2017 gemeldeten FSME-Erkrankten gar nicht oder unzureichend geimpft. Die Krankheit – im Volksmund auch als Hirnhautentzündung bekannt – kann bleibende neurologische Schäden verursachen. (SZ/JF)