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Freitag, 27.08.2004

Zahlen und Fakten

Mit einer Landesliste von insgesamt 15 Kandidaten tritt die NPD als einzige rechtsextremistische Partei in Sachsen zu den Landtagswahlen an.

In 32 der 60 Wahlkreise kandidieren zusätzlich Direktkandidaten, vornehmlich in solchen Regionen, in denen die rechtsextremistische Partei über gute Strukturen und aktive Mitglieder verfügt.

Der sächsische Verfassungsschutz erwartet außerdem, dass auch zu den Meißner Oberbürgermeisterwahlen am 19. September ein NPD-Kandidat aufgestellt wird. Es könnte sich um den jetzigen Stadtrat Mirko Schmidt handeln.

Ob die NPD auch von den Republikanern am Wahltag Schützenhilfe bekommt, ist noch unklar. Der neugewählte Rep-Landesvositzende Martin Kohlmann hatte nach Informationen des Verfassungsschutzes seine Vorgängerin schwer angegriffen, weil sie die Liste der Republikaner zurückgezogen hatte. Der neue Rep-Landeschef sprach sich gegen eine Zusammenarbeit mit der NPD aus.

Jüngsten Umfragen der SZ zufolge käme die NPD derzeit auf einen Stimmenanteil von etwa 3,5 Prozent der Stimmen.

Bei den Wahlen zum EU-Parlament und zu den Kommunalvertretungen erreichten rechtsextremistische Kräfte in Sachsen 52 Mandate (1999: 12). Bei der Europawahl kamen Republikaner und NPD zusammen auf 6,7 Prozent. (SZ)