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Samstag, 16.06.2018

Wukamenta mit neuem Format

Das kleine Festival für Kunst im öffentlichen Raum kann nun doch stattfinden. Allerdings wird es heimatlos umherziehen.

Von Juliane Richter

Die vergangenen zwei Sommer hatte die Wukamenta mit Holzinstallationen und spontanen Performances vor der Frauenkirche für Aufsehen gesorgt. Doch in diesem Jahr war das kleine Festival in Gefahr. Das Straßen- und Tiefbauamt hatte die für Juni geplante Veranstaltung auf dem Neumarkt nicht genehmigt. Organisator Reinhard Zabka, zugleich Chef des Radebeuler Lügenmuseums, war ein Umzug auf die Prager Straße nahegelegt worden. Die Stadt hatte ihm damals geraten, „etwas Neues zu probieren“. Auch, um neue Publikumsschichten zu erreichen. Zabka aber fühlte sich abgeschoben und wollte eigentlich nicht umziehen.

Nun haben die Beteiligten doch noch eine Lösung gefunden. „Auf dem Neumarkt schlägt die Wukamenta dieses Jahr keine Wurzeln, so zieht sie heimatlos durch Dresden“, teilt Organisator Zabka mit. Das bedeutet, dass das kleine Festival gleich bei mehreren großen Veranstaltungen in diesem Sommer auftaucht. Start ist schon an diesem Wochenende bei der Bunten Republik Neustadt. Dort wollen die Künstler in der Alaunstraße 90 die Installation Labystan präsentieren, die Kunst erforschen und Einbürgerungsurkunden vergeben. Weiter zieht die Wukamenta dann am darauffolgenden Wochenende zum Elbhangfest, besucht das Konstruktival in der Rosenstraße, im Juli den Schaubudensommer, im August das Stadtfest und zum Abschluss im September das Friedrichstädter Stadtteilfest als Museum ohne Dach.