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Dienstag, 07.08.2018

Wortbrise aus dem Norden

Alligatoah singt zwischendurch auch und lässt weitere Instrumente sprechen.Foto: Alex Awesome / PR 
Alligatoah singt zwischendurch auch und lässt weitere Instrumente sprechen.Foto: Alex Awesome / PR 

Eigentlich wollte er es unbedingt vermeiden, jemals ernsthaft deutsche Hip-Hop-Musik zu verbreiten. Denn er war dieser Art von Musik ziemlich abgeneigt, drehte in seiner Jugend lieber kurze Filme und machte sich über vieles eher lustig, als sich zu entscheiden. Als er es dann aber doch tat und sich einfühlte in den deutschen Sprechgesang, lag Lukas Strobel, alias Alligatoah eine ganze Musikwelt zu Füßen.

Schwere Themen, leicht verpackt

Inzwischen findet sich der Mann von der Nordseeküste regelmäßig in den Charts wieder und vertont vor allem erdachte Dinge, die zwar nicht allzu viel mit seinem Privatleben zu tun haben, aber auf verschiedenste gesellschaftliche Sachlagen verweisen, oft mit einem leicht satirischen Unterton. Denn der Künstler kultiviert ernüchternde Erkenntnisse zu romantisch angehauchter Blüte – schwerwiegenden Themen und Texten verpasst er leichte Melodien. Der Effekt ist ein durchaus markanter.

Für Gitarrenbegleitung, Klavier sowie Vibra- & Marimbaphon sorgt auch sein Partner Sebel, der elektronische Klangkunst mit handgemachtem Schaffen, inklusive Hammondorgel, kombiniert. So trifft das Flair eines nostalgischen Jahrmarktes beim Konzert auf einen Wortwitz, der sich wohl noch immer in einer kreativen Hochphase befindet.

Alligatoah, 11.8., 20 Uhr, Freilichtbühne Junge Garde, Dresden