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Dienstag, 07.08.2018

Wolkenbruch unterspült Straßenbaustelle

In Steina fielen am Sonnabend in 20 Minuten etwa 25 Liter Wasser auf den Quadratmeter. Haupt- und Elstraer Straße waren ganz besonders betroffen.

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Wassermassen schossen am Sonnabend die Elstraer Straße in Steina hinab.
Wassermassen schossen am Sonnabend die Elstraer Straße in Steina hinab.

© Achim Garten

  • Wassermassen schossen am Sonnabend die Elstraer Straße in Steina hinab.
    Wassermassen schossen am Sonnabend die Elstraer Straße in Steina hinab.
  • Am Montag sind die Folgen des Unwetters noch zu sehen. Zum Glück scheint die gerade erst verlegte Straßenentwässerung keinen Schaden genommen zu haben.
    Am Montag sind die Folgen des Unwetters noch zu sehen. Zum Glück scheint die gerade erst verlegte Straßenentwässerung keinen Schaden genommen zu haben.

Steina. Die wochenlange Trockenheit hat am Wochenende in Steina zu schweren Überschwemmungen geführt. Das klingt nur scheinbar paradox. Da die Felder in der Gemeinde am Schwedenstein knochenhart sind, konnten sie auch den plötzlichen Wolkenbruch am Sonnabendnachmittag nicht aufnehmen. Ein Hitzegewitter hatte sich genau über dem Ort entladen. Bürgermeister Achim Garten: „In nur 20 Minuten sind etwa 25 Liter pro Quadratmeter heruntergekommen. Wir hatten bis zu daumennagelgroße Hagelkörner.“

Das Wasser schoss direkt von den Hängen kommend vor allem die Hauptstraße und die Elstraer Straße hinunter. Für Letztere war dies besonders dramatisch, weil sie gerade grundhaft erneuert wird. Dazu gehört auch ein Straßenentwässerungskanal. Der ist zwar im jetzigen Bauabschnitt zwischen Kindergarten und Kroneplatz bereits im Boden, allerdings war die Straße am Wochenende nur provisorisch mit Erdmassen gefüllt gewesen. Diese hat es nun beinahe komplett wieder aus der Baustelle gespült. Es gibt beeindruckende Videoaufnahmen, die zeigen, wie sich die Schlammmassen ihren Weg durch den Ort wühlen. Auch das Foto dokumentiert das, wenn auch weniger dramatisch.

Der Schaden ist nicht unerheblich, aber noch nicht genau zu definieren, so der Bürgermeister. Zum Glück wurden die neu verlegten Rohre offensichtlich nicht beschädigt. Die zuständige Straßenbaufirma wird weiteren Aushub zur Wiederauffällung der Baustelle nutzen können.

Vor allem die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Steina hatten am Wochenende einiges zu tun, wie sich denken lässt. Aber auch viele Bürger haben mitgeholfen, den gröbsten Dreck wieder von den Straßen zu bekommen. „Allen gebührt ein Lob“, so der Bürgermeister. Bis Montagmorgen musste noch die Erreichbarkeit des Bäckers vor Ort und vor allem auch des Kindergartens neu gesichert werden. Eines aber hat sich auch gezeigt: Die frühe häufiger schwer getroffene Hauptstraße hat – inzwischen saniert – die Bewährungsprobe ganz gut bewältigt. (SZ)